Für die Überdachung von Messe- und Bühnenaufbauten werden in vielen Fällen Traversen aus Aluminium benutzt. Dies sind spezielle Fachwerkträger, welche sich nach 2 Punkt-, 3 Punkt- und 4-Punktsystemen unterscheiden, sie sind relativ leicht zu montieren und weisen eine hohe Stabilität auf. Für mobile Anwendungen empfehlen sich vor allem Systeme mit konischer Euro-Verbindung, da diese kompatibel sind mit vielen verschiedenen Systemen anderer Hersteller. Für die Fertigung von Traversen gelten strenge Qualitätsvorgaben. Dies bezieht sich auf die Auswahl der verwendeten Materialien, die Verarbeitungsweise, die Konstruktion, und ebenso auf die Verbindungstechnik.
Traversen zum Blitzschutz befinden sich auf der Spitze von Hochspannungsmasten (Freileitung). An diesen Traversen ist ein geerdetes, elektrisch leitfähiges Seil befestigt. Dieses schützt in Verbindung mit den Traversen die darunter verlaufenden Leiterseile der Leitung vor Blitzen. In der Regel werden Hochspannungsleitungen mit über 50kV Betriebsspannungen fast immer mit einem Traversen-Erdseil ausgestattet und solche mit Betriebsspannungen unter 50kV nicht. Auf den Mastspitzen werden zwei Blitzschutz-Traversen mit Erdseilen an den Außenseiten der Masten verwendet, wenn erhöhte Anforderungen an den Blitzschutz notwendig sind. Hierfür werden die Masten mit einer für die Aufnahme der Erdseile vorgesehenen, zusätzlichen Traverse oberhalb der Leiterseile, mit zwei v-förmigen Erdseilspitzen oder einer speziell gefertigten, obersten Traverse ausgestattet, welche die Aufnahme der beiden Erdseile an ihren Außenseiten ermöglicht.
In modernen Erdseilen ist oft zusätzlich ein Kabel zur Nachrichtenübermittlung verlegt, welches mit von den Traversen getragen wird.
Traversen - Hebezone Stahltraversen sind wesentlich höher belastbar als z. B. Traversen aus Aluminium. Solche Traversen werden vorwiegend im Schwerlastbereich benötigt, z.B. Wendetraversen, welche das Wenden der Lasten am Kranhaken ermöglichen, Traversen für Gitterboxen, zum Transport von Gitterboxen, Ausgleichstraversen zum Ausgleich von Höhenunterschieden und gleichmäßiger der Belastung auf die Lastaufnahmepunkte.
Zum weiträumigen Beleuchten von Einsatz- oder Arbeitsstellen werden Licht-Traversen mit einer Leistung von 10.000 W verwendet, Diese Traversen sind auch in schwierigem Gelände einsetzbar. Im Einsatzfall können diese Traversen zur Beleuchtung an den Ladekran eines hochgeländegängigen Lastwagen oder Ladekran werden. Es kann nahezu jede Einsatzstelle ausgeleuchtet werden, da diese Traversen sehr viele Verstellmöglichkeiten des Ladekranes sowie zusätzlicher Ausrichtungs- und Neigungsmöglichkeiten durch Hydraulikzylinder bieten. Die Lichtpunkthöhe kann dabei bis zu 14,0 m betragen. Die Traverse wird usschließlich vom Kranbedienstand gesteuert.