Tränensäcke sind Wölbungen im unteren Lidbereich des Auges. Geschwächtes Bindegewebe lässt Fettgewebe aus der Augenregion absinken und verwandelt sich in Fettpölsterchen. Nicht selten ist die Veranlagung hierzu vererbt. Tränensäcke können jedoch auch häufig die Folge einer Herz- oder Nierenerkrankung darstellen. In diesen Fällen sollten Sie sich in erster Linie unbedingt der Behandlung Ihrer Grunderkrankung widmen.
Tränensackentfernungen werden in Kliniken für plastische Chirurgie durchgeführt. Bevor Sie sich für eine Tränenseckeentfernung entscheiden, informieren Sie sich, ob die operierenden Ärzte der jeweiligen Klinik über den geschützten Titel der „Fachärzte für Plastische Chirurgie" verfügen. Außerdem sollte der betreffende Chirurg eine ausreichende und nachweisbare Erfahrung im Bereich der plastischen Augenchirurgie vorweisen können und regelmäßige Weiterbildungen absolvieren. Die Beratung im Vorfeld sollte immer von dem Sie operierenden Chirurg durchgeführt werden.
Die übliche Methode zur Entfernung von Tränensäcken wird mittels Skalpell oder Laserlicht durchgeführt. Ein 1 bis 2 mm langer Schnitt wird im Unterlid etwa unter den Wimpern vom äußeren Augenwinkel nach innen gesetzt. Die überschüssige Haut-, Muskel- und Fettanteile werden anschließend entfernt. Die Hautränder werden dann aneinander gelegt, vernäht oder mit einem speziellen Pflaster verklebt. Die Operation dauert ca. 1 bis 2 Stunden und erfolgt mit örtlicher Betäubung. Anschließend können Sie die Klinik verlassen. Die Kosten für eine Tränensackentfernung werden von der Krankenkasse nicht übernommen und müssen von Ihnen getragen werden.
Diese verhältnismäßig kleinen Eingriffe ermöglichen Ihnen eine Korrektur des Augenbereiches und die Reduktion lästiger Falten. Die Tränenseckeentfernung zielt darauf ab, durch die Entfernung von Hautüberschuss, verlagertem Fett und erschlafftem Muskelgewebe den Blick wieder zu öffnen und die Augen größer erscheinen zu lassen. In einigen Fällen wird eine zusätzliche Augenbrauenanhebung empfohlen, um diese Wirkung zu unterstützen. Die Schnitte werden beim Tränensäcke Entfernen meistens so platziert, dass sie in den vorhandenen, natürlichen Lidfalten gelegt werden. So sind die entstehenden Mikronarben später beinah unsichtbar. Nach wenigen Tagen ist außer einer sehr feinen Narbe von der Operation nichts mehr zu verspüren. Die Narbe selbst ist dann nur bei einer sehr genauen Beobachtung aus unmittelbarer Nähe noch zu sehen.
Nach dem Tränensecke Entfernen können Schwellungen und leichte Blutergüsse unter der Haut auftreten. In seltenen Fällen könnte es vorkommen, dass zu viel Haut und Fettgewebe bei dem Eingriff entfernt wird und die Augen nicht mehr ganz geschlossen werden können. Bei einer Nachoperation muss dann Haut aus anderen Körperbereichen transplantiert werden. Eine weitere, jedoch sehr seltene Komplikation sind Blutungen in der Augenhöhle, durch die es unter anderem zum Abdrücken des Sehnervs und damit zur Erblindung kommen kann. Der Operationserfolg hält im Durchschnitt ca. 6 bis 10 Jahre.