Der bei uns erhältliche Tee stammt hauptsächlich aus Indien oder China, wobei sich Indien zum größten Teelieferanten entwickelt hat. Es liefert hauptsächlich die Sorten Assam, Darjeeling und Doars. Aber auch Nilgiri und Travancore stammen von dort.
Aus China, welches übrigens als "Wiege des Tees" gilt, stammen der Rauchtee und Jasmintee. Viele Schwarzteesorten und nicht fermentierte grüne Tees stammen ebenfalls von dort.
Tees werden grob in zwei Sorten unterteilt: den Schwarztee sowie den grünen Tee. Den Unterschied macht hier aber nicht die Teepflanze sondern deren Verarbeitung. Beim Schwarztee werden die Blätter vor dem Trocknen fermentiert. Bei diesem Vorgang werden diese einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, die es zu einer Oxidation des Zellsaftes kommen lässt. Die zuerst grünliche Farbe der Teeblätter wandeln sich bei diesem Vorgang in Kupferrot und die Zellsäfte und Aromen werden weiter aufgespaltet. Das im Blatt enthaltene Koffein wird bei diesem Vorgang teilweise zerstört. Der grüne Tee ist somit gehaltvoller als der Schwarztee. Er besitzt für den Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamin C sowie weitere Vitamine. Um diese zu erhalten, sollten Sie grünen Tee nie mit kochendem Wasser übergießen, sondern dieses auf 60 bis 80° C abkühlen lassen. Da die Gerbstoffe durch die fehlende Fermentation im grünen Tee noch weiter enthalten sind, sollten Sie den Tee auch nur längstens zwei Minuten ziehen lassen; er wird sonst zu bitter.
Eine weitere bekannte Sorte ist der Matetee. Er stammt aus Regionen von Südamerika und wurde bereits von den Indianern nicht nur als Durstlöscher sondern auch gegen ein aufkommendes Hungergefühl getrunken.
Viele Teetrinker verschmähen aromatisierten Tees, aber auch hier finden sich immer mehr Liebhaber. Durch die Aromatisierung können Teetrinker aus derzeit über100 verschieden aromatisierte Schwarz- und Grünteesorten wählen. Meist werden dem Tee entweder natürliche oder naturidentische Aromen in verschiedenen Kombinationen als ätherische Öle zugesetzt.
Ein weiteres Kriterium für die Qualität ist auch die Größe der Blätter. Diese ist entscheidend für den Geschmack, die Farbe und die Stärke. Je größer die Blätter nach dem Trocknungsvorgang sind, desto qualitativ hochwertiger sind diese. Man wird zwischen Blatt- und Brokentees, Fannings und Dust unterschieden.
Blatttees
Hier sind die Blätter am größten.
Brokentee
Dieser Tee ist eher kleinblättrig, deren Blätter vorher gebrochen sind.
Fannings
Fannings sind kleine Teekörnchen. Sie finden diese meist in Teebeuteln, da sie sehr koffeinhaltig und besonders ergiebig beim Aufguss sind.
Dust
Kleine zerriebene Teeblätter werden Dust genannt. Sind sind qualitativ nicht so hochwertig wie Fannings, werden aber ebenfalls für die Herstellung von Teebeuteln verwendet.