Sicherheitsstiefel

Hier findet Ihr hilfreiche Informationen und Erfahrungen zum Thema Sicherheitsstiefel.


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Sicherheitsstiefel - für jede Anforderung ein Paar

In unterschiedlichen Arbeitsbereichen drohen auch unterschiedliche Gefahren: Verletzungen durch herumliegende Bretter mit Nägeln auf Baustellen, ausgelaufene Chemikalien, Kettensägen, auf den Fuß fallende Gegenstände. Sicherheitsstiefel sollen möglichst dagegen schützen. Eine Stahlkappe zum Schutz der Zehen haben alle Sicherheitsstiefel. Sie muss laut Norm einer Prüfenergie von bis zu 200 Joule standhalten. Daneben besitzen verschiedene Sicherheitsstiefel für unterschiedliche Anforderungen jeweils spezielle Eigenschaften; manche von ihnen sind beispielsweise:

  • resistent gegen Chemikalien,
  • antistatisch
  • oder leitfähig, falls mit empfindlichen Elektronikteilen gearbeitet wird und keinesfalls Kontakt mit unter Spannung stehenden Bauteilen entsteht,
  • beständig gegen Eindringen von Wasser,
  • öl-, säure- und/oder hitzebeständig
  • mit Stahlsohle ausgerüstet,
  • mit Schutzsohle gegen Kälte ausgerüstet.

Sicherheitsstiefel existieren grundsätzlich in zwei Klassen: In Klasse I bestehen Sicherheitsstiefel beispielsweise aus Leder und sind nach üblichen Künsten des Schuhmacherhandwerks produziert. In die Klasse II fallen Sicherheitsstiefel, die zum Beispiel aus Gummi oder Polymer produziert wurden. Erkundigen Sie sich, welche Anforderungen ein Sicherheitsstiefel bei der Arbeit in Ihrem Beruf oder in dem Industriezweig, zu dem Ihr Unternehmen gehört, erfüllen muss.

Sicherheitsstiefel - Normen und Regeln

Die grundsätzlichen Anforderungen an Sicherheitsschuhe wie beispielsweise Sicherheitsstiefel werden in der europäischen Norm 345 und für Deutschland zusätzlich in der GUV-R 191 des Bundesverbandes der Unfallkassen definiert. Die GUV-R 189 nennt dagegen beispielhaft und allgemein Arbeitssituationen, in denen Sie oder Ihre Mitarbeiter Schutzkleidung tragen müssen. Sie gibt darüber hinaus Beispiele, wie diese Schutzkleidung auszusehen hat.

Kennzeichnung nach EN 345

Die Europäische Norm kennzeichnet verschiedene Sicherheitsschuhe, zu denen auch Sicherheitsstiefel gehören:

  • So erhalten Sicherheitsstiefel die Kennzeichnung S1, wenn sie neben der Stahlkappe einen geschlossenen Fersenbereich haben, antistatisch sind und Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich ersitzen, also Stöße abfangen können.
  • Die Kennzeichnung S2 für Sicherheitsstiefel entspricht der Kennzeichnung S1, allerdings müssen die Sicherheitsstiefel auch wasserfest sein.
  • Die Kennzeichnung S3 für Sicherheitsstiefel entspricht der Kennzeichnung S2, allerdings müssen die Sicherheitsstiefel eine Stahlsohle und eine profilierte Laufsohle besitzen.
  • Die Kennzeichnungen S4 und S5 entsprechen den Kennzeichnungen S2 und S3, sind aber für Schuhe aus Gummi oder Kunststoff.

Sicherheitsstiefel - sicher und modisch chic

Sie müssen kein Modemuffel sein, um Ihre Sicherheitsstiefel gern zu tragen. Auch bekannte Sportartikel-Hersteller gehören mittlerweile zu den Produzenten von Sicherheitsstiefeln und geben den Sicherheitsstiefeln eine sehr sportliche Note, ohne Sicherheitsaspekte dabei zu vernachlässigen. Andere Sicherheitsstiefel ähneln modernen Trecking- und Wanderschuhen und vermögen, ebenso gut zu gefallen.

Sicherheitsstiefel als reines Modeaccessoire

Vielleicht haben Sie ja sogar Lust, Ihre Sicherheitsstiefel außerhalb der Arbeitswelt zu tragen? Bei Subkulturen wie in der Gothicszene wird dies bereits länger getan. Vielleicht kombinieren Sie ja einmal Sicherheitsstiefel mit alltäglicher Mode? Das Ergebnis könnte durchaus reizvoll werden: Und vielleicht tragen Sie damit ein klein wenig dazu bei, Sicherheitsstiefel noch etwas mehr in das Modedesign für verschiedenste Anlässe zu integrieren.