Das empfohlene Alter für die Teilnahme an einer Schülersprachreise liegt zwischen 13 und 19 Jahren. Der Jugendliche sollte bereits über Grundkenntnisse in der jeweiligen Sprache verfügen. Da die Teilnehmer einer Schülersprachreise häufig in Gastfamilien untergebracht werden, ist es wichtig, dass sie sich verständigen können. Für Jüngere eignet sich die klassische Schülersprachreise eher nicht. Voraussetzung ist eine gewisse Eigenverantwortlichkeit, d.h. die Jugendlichen müssen sich in einer fremden Umgebung selbst zurecht finden; sie werden nicht rund um die Uhr von Lehrpersonal oder Gasteltern beaufsichtigt.
Entsprechend der meist verbreiteten Fremdsprachen in Deutschland – Englisch und Französisch – führen die meisten Schülersprachreisen nach Großbritannien oder Frankreich bzw. in Länder, wo diese Sprachen gesprochen werden. Neben den europäischen Zielen sind auch die USA, Australien und Kanada im Zusammenhang mit Schülersprachreisen gefragter denn je.
Die klassische Schülersprachreise findet in den Schulferien statt und dauert in der Regel zwischen zwei und drei Wochen. Dabei sind Lernpensum und Dauer aber nicht voneinander abhängig, denn in einem 14-tägigen Intensiv-Kurs kann unter Umständen mehr vermittelt werden als in einem dreiwöchigen, regulären Kurs. Es kommt immer auf das Ziel an, das der Schüler mit der Teilnahme an einer Schülersprachreise verfolgt: geht es ihm darum, seine Sprachkenntnisse aus reinem Interesse zu erweitern oder geht es etwa darum schlechte schulische Leistungen zu verbessern oder sich ggf. ganz gezielt auf Prüfungen vorzubereiten? Je nach Ausgangslage sollten Sie sich von den Anbietern beraten lassen, um den passenden Kurs für sich oder Ihr Kind herauszufinden. Da bei einer Schülersprachreise neben Unterricht und Lernen vor allem auch der Spaß an der Sache im Vordergrund steht, finden die Kurse zumeist nur an Wochentagen statt. Da meist kleine Gruppen unterrichtet werden ist der Unterricht recht intensiv und sollte nicht länger als maximal vier Stunden pro Tag dauern.
In den vergangenen Jahren sind Schülersprachreisen immer beliebter geworden. Daher gibt es viele Anbieter, die mit unterschiedlichen Leistungen werben. Darunter leider auch viele unseriöse Unternehmen. Grundsätzlich gilt: eine Schülersprachreise ist nicht ganz billig. Das kann sie auch nicht, denn Lehrer, Unterkünfte, Beköstigung und Anreise wollen bezahlt sein. Darüber hinaus brauchen die jugendlichen Teilnehmer einer Schülersprachreise auch das nötige Kleingeld, um vor Ort Freizeitaktivitäten nachgehen zu können. Um den passenden Anbieter für eine Schülersprachreise zu finden, kann man sich gut im Internet informieren. Auch das Lehrpersonal an der heimischen Schule kann meistens weiterhelfen und einen oder mehrere Anbieter von Schülersprachreisen empfehlen.