Posada liegt an der Ostküste Sardiniens ca. 15 km von Budoni entfernt. Posada ist ein kleines Dorf, das auf einem Fels erbaut wurde, der sich malerisch aus dem Schwemmland erhebt. Die Umgebung ist vor allem durch Zitronenbäume, Kakteen und grüne Weiden geprägt.
Am obersten Teil des Felsen thront der so genannte „Bohnenturm" des Castello della Fava unübersehbar über Posada. Die einzelnen, teilweise mittelalterlichen, Häuser kleben regelrecht an dem nicht gar so steil abfallenden Felsen und wurden gerade da hin gebaut, wo Platz war. Das Ergebnis sind enge Gassen, die sich für die Touristen wiederum reizvoll durch den ganzen Ort schlängeln. Hier und da ein paar Torbögen sind auch dabei. Posada wurde bereits im 4. Jahrhundert gegründet, was allerdings nicht so genau belegt werden kann. Aber nicht allein die reizvolle kleine Stadt ist ein Besuch wert, auch der Strand von Posada hat seinen besonderen Reiz. Da bei Posada der Fluss Fiume di Posada ins Meer mündet, verleiht er dem Strand ein besonderes Bild, da sich am Strand der Fiume di Posada in viele kleine Flüsschen teilt und so kleine Strandabschnitte entstehen. Ein weiterer Anziehungspunkt von Posada ist die Sprachschule, die sich im Ortszentrum befindet. Sie bietet Ihren Schülern neben dem Sprachunterricht auch noch andere interessante Kurse an wie Tauchen, Segeln und ein Kochkurs ist auch dabei. Das Castello della Fava wurde im 12. Jahrhundert zum Schutz gegen die Angriffe der Sarazenen erbaut. Viel ist davon zwar nicht mehr übrig, aber einzig und allein der Turm des Castello hat bis heute Stand gehalten. Warum er den Beinamen „Bohnenturm" erhalten hat, darüber streiten sich bis heute die Sarden. Es gibt zwei Geschichten, von der jede von sich behauptet, sie wäre wahr. Beide haben als Anfang, dass dies bei einem Angriff von sarazenischen Piraten geschah, die vor dem verschlossenen Kastell in Posada standen: Bei dem Angriff warfen die Eingeschlossenen ihre letzten frische Bohnenschalen von dem Turm auf die Piraten. Diese hatten dann den Eindruck, dass die Eingeschlossenen gar nicht so eingeschlossen waren wie sie dachten und dass sie ständig mit frischen Lebensmitteln versorgt wurden - ein Aushungern war also zwecklos, sodass die Piraten wieder abzogen. Die Eingeschlossenen mästeten eine Brieftaube mit ihren letzten frischen Bohnen und schickten sie dann mit einer fingierten Nachricht an nicht existierende Verbündete. Wie geplant, war die Brieftaube so schwer, dass sie kaum fliegen konnte und den Piraten in die Hände fiel. Diese hatten dann gleich zwei Gründe, die Belagerung von Posada aufzugeben: Die fette Brieftaube, die ein Beweis dafür war, dass die Eingeschlossenen wohl so viel Essen hatten, dass sie ihre Tiere noch derart mästen konnten und die nicht existierenden Verbündeten, die jederzeit kommen konnten. Der Turm ist heute noch so gut erhalten, dass Ihr ihn besteigen könnt. Der Lohn ist eine tolle Aussicht auf Posada und seine Umgebung. Der Strand ist, wie die Nachbarstrände um Posada herum, ebenfalls karibisch anmutend schön. Weißer feiner Sand, kristallklares Wasser, kilometerlang und mittendrin die Einmündungen des Flusses Fiume di Posada, was auch noch schön anzusehen ist. Hier trifft das Süßwasser auf das Salzwasser, wobei beide Teile so sauber sind, dass Ihr ständig vom Süß- zum Salzwasser wechseln könnt, ohne es verlassen zu müssen.Castello della Fava
1. Geschichte
2. Geschichte
Strand von Posada