Oristano

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Oristano

Oristano liegt am gleichnamigen Golf di Oristano an der Westküste von Sardinien. Oristano mit seinen 32.000 Einwohnern ist eine der acht Provinzhauptstädte Sardiniens. Bei der Einwohnerzahl und dem Privileg, eine Hauptstadt zu sein, sollte man jetzt eine kleine bis mittelgroße Kleinstadt erwarten. Doch Oristano macht auf den ersten, sowie auch auf den zweiten Blick den Eindruck eines etwas zu groß geratenen Dorfes.

Das liegt vielleicht daran, dass Oristano erst 1974 zu dieser Ehre gekommen ist und das auch nur, weil es einmal die Hauptstadt von ganz Sardinien gewesen war, das war allerdings im 12. Jahrhundert. In Oristano residierte die Richterin Eleonora von Arborea, die über ganz Sardinien regierte.

Von dem damaligen Prunk ist in der Altstadt von Oristano noch einiges übrig geblieben, besondere Sehenswürdigkeiten allerdings sind hier eher nicht zu erwarten.

Aber ansehen solltet Ihr euch Oristano trotzdem und einen schönen Bummel durch die Flanier- und Einkaufsstraße oder zum Piazza Roma machen, wo Ihr dann auch direkt am Torre di San Cristoforo eine Rast machen könnt.

Kunstinteressierte sollten sich auch den Dom von Oristano und die Kirche San Francesco ansehen.

Piazza Roma mit dem Torre di San Cristoforo

Der Piazza Roma liegt mitten im Zentrum von Oristano. Hier gibt es Cafes, Restaurants, in denen Ihr euch erst einmal stärken könnt, wenn Ihr die Altstadt erkunden möchtet. Es gibt zudem auch viele Bänke, die schattige Plätze zum Ausruhen anbieten.

An der Piazza Roma in Oristano steht der Torre di Cristoforo bzw. der Porto Manna oder Torre di Mariano IV, wie er auch genannt wird. Der Turm wurde 1291 erbaut und mit Zinnen versetzt. Der Wehrturm war das Nordtor der damals hier verlaufenden Stadtmauer. Der Turm hat 3 Plattformen, die Ihr - allerdings nur mit einem Führer - hinaufsteigen könnt. Ganz oben am Torre di Cristoforo hängt eine Glocke, die im 15. Jahrhundert noch dazukam.

Dom

Der Dom von Oristano wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Allerdings wurde er im 18. Jahrhundert umgebaut, sodass heute von der damaligen gotischen Architektur kaum mehr etwas zu sehen ist. Der Dom, der einen achteckigen Glockenturm besitzt, ist Innen prachtvoll ausgestattet. Die Deckengemälde und der monumentale Altarbereich mit seiner prachtvollen Ausstattung sind sehr beeindruckend.

Aber auch der Glockenturm hat mehr zu bieten, als nur die Glocke. Die Kuppel ist mit Majolikafliesen bestückt und hat ringsherum einen Kranz von nicht gerade freundlich aussehenden Steinfratzen.

San Francesco

Die Kirche San Francesco ist zwar nicht so beeindruckend wie der Dom von Oristano, doch birgt sie in ihrem Innern ein Relikt aus dem Jahr 1400. Hier steht das Nikodemus-Kruzifix, ein Holzkreuz, das einen überraschend realistisch wirkenden Jesus dargestellt trägt.

Antiquarium Arborense

Eine Provinzhauptstadt wie Oristano hat selbstverständlich auch ein Museum, das Antiquarium Arborense. Hier könnt Ihr hauptsächlich archäologische Funde bestaunen, die rund um Oristano ausgegraben wurden.