Der Handel bietet eine Vielzahl verschiedener Sägen an, die alle spezielle Sägeblätter erfordern. Angefangen bei den Laubsägen, mit denen wir alle wohl unsere ersten Sägeerfahrungen gemacht haben, über weitere Handsägen, Stichsägen und Kreissägen bis hin zu Bandsägen reicht das Sortiment. Je nach Anwendung werden Sie hier zu den verschiedenen Modellen greifen müssen.
Nicht nur jede Säge erfordert ein eigenes Sägeblatt, das Sortiment an Sägeblättern erweitert sich auch noch dadurch, dass viele Materialien unterschiedliche Anforderungen an die Säge und das Sägeblatt stellen. Sägeblätter, die in erster Linie für Holz gedacht sind, müssen andere Anforderungen erfüllen, als Sägeblätter, mit denen Sie Metalle schneiden (der Handwerker spricht zumeist von „schneiden“ und nicht von „sägen“) wollen. Kunststoffen wiederum werden Sie mit Metall-Sägeblättern kaum zu Leibe rücken können. Auch hier benötigen Sie wieder spezielle Sägeblätter. Die Sägeblätter für die verschiedenen Materialien unterscheiden sich in erster Linie durch Form und Anzahl der Zähne sowie durch das Material, aus dem sie bestehen. So sind Sägeblätter für besonders harte Materialien häufig mit winzigen Diamanten besetzt, die sich nahezu in jedes Material hineinfressen können.
Sägeblätter aus Chrom Vanadium (CV) sind grundsätzlich ein wenig weicher und weniger haltbar als Sägeblätter aus Hartmetall (HM). Sie nutzen also auch schneller ab und müssen früher ersetzt werden, sind in der Anschaffung jedoch kostengünstiger. Wenn Sie Ihre Säge also nicht allzu häufig benutzen, können Sie auch auf ein günstiges Chrom Vanadium-Sägeblatt zurückgreifen. Für viel beanspruchte Werkzeuge empfehlen sich hingegen die haltbaren Hartmetall-Sägeblätter. Zumeist bestehen die Zähne eines Sägeblatts aus verschiedenen Hartmetallen. Hier gibt es natürlich auch hinsichtlich der Qualität große Unterschiede. Wichtige Faktoren zur Unterscheidung sind Binder, Dichte, Härte und Biegebruchfestigkeit. Dabei bestimmen Dichte und Härte, wie lange der Zahn eines Sägeblatts scharf bleibt und die Biegebruchfestigkeit sorgt dafür, dass die Zähne nicht abbrechen. So entstehen auch die Preisunterschiede bei den Zähnen. Während einfache Zähne schon ab 5 Cent zu bekommen sind, kostet ein Zahn der obersten Qualität schon einmal bis zu 1.50 Euro.
Sägeblätter bestehen aus zwei Komponenten: dem Grundkörper und den Sägezähnen. Bei professionell hergestellten Grundkörpern wird heutzutage aus einem Blech nicht nur die spätere Sägengrundform herausgelasert, sondern im gleichen Arbeitsschritt werden auch die Aufnahme, Nebenlöcher, Anti-Schall und Dehnungsfugen angebracht. Die Dehnungsfugen sorgen dabei dafür, dass sich ein Sägeblatt bei Erhitzung nicht auf Dauer verzieht. Die Sägezähne werden dann auf den Grundkörper des Sägeblatts aufgelötet oder mit Spezialkleber geklebt. Hier bestimmt dann die Sorgfalt, mit der Sägeblatt hergestellt wurde, letztendlich über die Qualität.