Das Riesengebirge ist die Heimat des Riesen Rübezahl, des Helden vieler Sagen. In dem eher rauen und durchaus wechselhaften Klima kann man sich gut vorstellen, dass eine Figur wie Rübezahl hier ihre Heimat fand. Die Schneekoppe ist mit 1.602 Metern der höchste Berg des Riesengebirges und zugleich der höchste Berg Tschechiens. Die unteren Hänge sind mit Tannen-, Buchen- und Kiefernwäldern eine Einladung an Wanderer.
Naturschutz wird hier groß geschrieben: Das Riesengebirge ist ein Nationalpark und steht unter Naturschutz. Zum Teil ist das Riesengebirge auch als Biosphärenreservat geschützt.
In den Wintermonaten wird das Riesengebirge zu einem Zentrum des Wintersports. Mit Schneehöhen über drei Metern kann man in kalten Wintern durchaus rechnen. Auf der tschechischen Seite sind die Orte Harrachov und Rokytnice nad Jizerou, auf der polnischen Seite Szklarska Poreba und Karpacz Paradiese für Wintersportler gut geeignet. Kilometerweise ziehen sich Skipisten und Loipen durch die weiße Winterwelt. Romantisch verschneite Gipfel und bezaubernde Täler bereiten den richtigen Rahmen für das Wintervergnügen.
Im Riesengebirge finden sich zahlreiche Bergbauden, die einst Hirten Schutz boten. Heute sind es vor allem Touristen, die in den Schutzhütten Unterschlupf suchen. In Polen zählen Teichbaude, Hampelbaude und die Neue Schlesische Baude zu den bekanntesten Bergbauden. In Tschechien sind die Wiesenbaude und die Martinsbaude sehr bekannt.
Auch im Sommer ist ein Urlaub im Riesengebirge unvergesslich. Bergwandern kann man im Riesengebirge sehr gut, da es viele gut ausgeschilderte Wanderwege gibt. Zauberhafte Bäche plätschern hier und rauschende Wasserfälle ziehen die Blicke auf sich. Der Pfad der "Tschechisch-Polnischen Freundschaft", ein Beispiel für eine schöne Wanderroute, führt bis auf den Gipfel der Schneekoppe.
Ein Anziehungspunkt für viele Touristen ist die Elbquelle auf einer Hochebene. Das Wasser quillt an verschiedenen Stellen aus dem Boden und die unscheinbaren Rinnsale vereinigen sich zur Elbe. Die Anziehungskraft der Quelle ist groß. Die Vorstellung, welche Naturkräfte hier den breiten Strom entstehen lassen, der schließlich in die Nordsee mündet, ist schon beeindruckend, ja fast mystisch zu nennen. Von der Kraft der Elbe bekommt man am 45 Meter hohen Wasserfall, bei der Elbfallbaude, eine Vorstellung.