Reiten wird immer beliebter – kein Wunder, denn dieser Sport findet in engem Kontakt zur Natur vornehmlich an der frischen Luft statt. Das Reiten unter freiem Himmel zu allen Jahreszeiten und bei jeder Wetterlage ist jedoch nicht jedermanns Sache. Gerade im Winter erschweren Dauerregen oder Schneefall das regelmäßige Training oder machen es vollständig unmöglich. Das macht den Bau einer Reithalle über kurz oder lang für die meisten Stallbesitzer – sei es privat oder als Besitzer eines Pensionsstalles – unumgänglich.
Grundvoraussetzung für den Reithallenbau ist natürlich das Vorhandensein eines geeigneten Grundstücks. Der schwierigste Schritt auf dem Weg zum Reithallenbau wird die Erlangung der Baugenehmigung sein. Die Voraussetzungen dafür sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und können sogar innerhalb der Kreise variieren. Grundsätzlich ist die Erlangung einer Baugenehmigung für den Reithallenbau für die gewerbliche Nutzung einfacher.
Die Hufschlag-Maße einer Standardreithalle betragen 20 m x 40 m. Je nach Anspruch und Geldbeutel ist der Reithallenbau auch in vielen anderen Größen möglich.
Beim Reithallenbau besonders wichtig ist die tragende Konstruktion. Im Allgemeinen hat man hier die Wahl zwischen Leimholzbindern und Stahlträgern.
Heutzutage soll eine Reithalle hell und luftig sein. Erreicht wird das durch die Verglasung eines oder beider Giebel, z. B. mit aufwendigem Fachwerk, oder kostengünstiger mit seitlichen Lichtbändern. Hierbei sollte die Haupt-Lichteinfallsrichtung berücksichtigt werden.
Ob Sie beim Reithallenbau Mauerwerk oder Holz bevorzugen, ist Geschmackssache – denken Sie aber daran, dass verputzte und gestrichene Gebäude einen regelmäßigen Anstrich benötigen.
Der Boden in einer Reithalle trocknet extrem schnell aus und wird dann hart und staubig. Wenn Sie nicht jeden Tag stundenlang mit dem Schlauch in der Hand Ihre Halle wässern möchten, empfiehlt sich der Einbau eines mehr oder weniger aufwendigen Beregnungs- oder Bewässerungssystems.
Der Hallenboden ist eines der wichtigsten Gebiete beim Reithallenbau – und Thema für endlose Diskussionen unter Reitern. Je nach zukünftiger Nutzung der Reithalle werden spezielle Böden angeboten – vom Universalboden bis zu speziellen Materialmischungen für Spring-, Dressur- oder Westernreiter. Dabei ist zu beachten, dass es keinen Boden gibt, der nicht der täglichen Pflege durch Entfernen der Pferdeäpfel und sorgfältiges Durchziehen und Glätten bedarf.
Beim Reithallenbau sind den Kosten nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Sie können Ihre Reithalle mit jedem erdenklichen Luxus ausstatten – bis hin zur Klimatisierung.
Mit dem Reithallenbau können Sie einen Komplettanbieter beauftragen – oder je nach Budget, Zeit und Ihren handwerklichen Fähigkeiten mehr oder weniger selbst Hand mit anlegen. Mit viel Eigenleistung lassen auch beim Reithallenbau Kosten sparen. Die genaue Bauplanung gehört aber immer in die Hände eines Fachmannes.