Die ehemalige Festungsstadt birgt wunderbare Sehenswürdigkeiten zwischen ihren schachbrettartig angeordneten Straßen. Zum Beispiel den majestätischen Maharadscha-Palast. Besonders bekannt ist der wunderhübsche Hawa Mahal, der Palast der Winde. Vom Hawa Mahal aus hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Ein weiterer Höhepunkt ist das Observatorium Janta Mantar, das von Jai Singh II., einem berühmten indischen Astronomen erbaut wurde. Noch heute ist man erstaunt, wie exakt die Instrumente funktionieren. Aber auch das Jaipur Museum, in dem zum Beispiel traditionelle Kunstgegenstände und Elfenbeinschnitzereien ausgestellt werden.
Ein paar Kilometer nördlich von Jaipur liegt der herrliche Amber-Palast aus dem 17. Jahrhundert. Amber war sechs Jahrhunderte lang die Hauptstadt von Rajasthan. Von Jaipur aus werden die Touristen auf farbenfroh bemalten Elefanten dorthin geführt. Die herrlichen Gärten mit ihren beachtenswerten Pavillons und den romantischen Fontänen sind zwar sehr schön, werden aber noch übertroffen von dem wunderbaren Sheesh Mahal, einem traumhaften Spiegelpalast.
Am Wüstenrand liegt die 1486 gegründete Stadt Bikaner, der vor langer Zeit die aus der Wüste kommenden Karawanen zu Wohlstand verhalfen. Der Glanz ist zwar nicht mehr der gleiche wie damals, doch gibt es noch immer viel zu entdecken. Zum Beispiel das Junagarh Fort, die Kamelzuchtfarm und das Staatsarchiv Rajasthans.
Nur rund 30 Kilometer von Bikaner entfernt ist der Tempel von Karni Mata. Die Nachfahren von Karni Mata glauben, dass die Seelen der Verstorbenen in Gestalt einer Ratte wiedergeboren werden. Die Anzahl der Ratten im Tempel wird auf 20.000 geschätzt. Sie werden gefüttert und beschützt. Damit die Tiere nicht von den Besuchern verletzt werden, darf man den Tempel nur barfuß oder auf Socken betreten.
Im Ranthambore Nationalpark sind die Tiger die wahren Helden! Am Rande der Thar-Wüste liegt dieser wunderbare Nationalpark, umgeben von den Vindhya- und Aravalli-Bergen. Das Gebiet, in dem einst die Maharajas von Jaipur auf die Jagd gingen, steht seit 1980 unter Naturschutz und bietet den Tigern, die vom Aussterben bedroht sind, die Chance zum Überleben!