Ein klassischer Pressespiegel wird erstellt, indem Printmedien nach Artikeln zu bestimmten Themen durchsucht werden. Bei dem Thema für einen Pressespiegel handelt es sich oftmals um die Darstellung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit. Alle Artikel, die über das Unternehmen berichten, werden ausgeschnitten, gesammelt und als so genanntes Clipping dem Auftraggeber übergeben, ergänzt mit weiteren Informationen: Wo ist der Artikel erschienen, auf welcher Seite und wann ist er erschienen?
Da bei der Erstellung eines traditionellen Pressespiegels die Schere stets im Einsatz ist, nennt man die Dienstleister, die Pressespiegel erstellen, auch Ausschnittdienste. Heute wird bei der Erstellung eines Pressespiegels jedoch zunehmend digital gearbeitet.
Elektronische Pressespiegel bieten einen ähnlichen Nutzen, wenn es darum geht einen Pressespiegel im Bereich des Internets zu erstellen. Allerdings muss man sich überlegen, ob ein maschinell erstellter Pressespiegel, der widerspiegelt welche Veröffentlichungen im Internet zu einem bestimmten Suchbegriff wie zum Beispiel dem Firmennamen gefunden wurden, den Bedürfnissen entspricht. Der Mensch ist bei der Suche nämlich nicht ohne weiteres zu ersetzen: Zwar kann man mit der digitalen Suche schnell viele Medien durchsuchen, doch kann sie einen klugen Kopf nicht wirklich ersetzen. Soll der Pressespiegel für ein schwierigeres Thema oder auch im Umfeld des eigentlichen Themas erstellt werden, sind digitale Abfragen oft überfordert.
Bei einem Pressespiegel im Bereich Hörfunk und Fernsehen ist das Vorgehen ähnlich wie bei einem Pressespiegel aus den Printmedien. Allerdings werden die Ergebnisse hier meist als Video oder DVD geliefert.
Fast jeder, der in den Medien präsent ist, verfolgt damit einen bestimmten Zweck. Unternehmen und andere Organisationen verwenden oft viel Zeit und Geld für Pressearbeit, damit in den Medien positiv über Sie berichtet wird. Ein Pressespiegel ermöglicht diesen Institutionen, die Wirkung dieser Pressearbeit zu überprüfen. Außerdem ist in einem Pressespiegel auch nachzulesen, wenn zum Beispiel ein Unternehmen negative Schlagzeilen macht. Das ist ein weiterer wichtiger Grund, einen Pressespiegel zu nutzen, denn bei negativer Berichterstattung muss das Unternehmen reagieren.
Wer in den Medien präsent ist und auf das eigene Bild in der Öffentlichkeit Einfluss ausüben will, benötigt daher einen Pressespiegel, weil er gut informiert sein muss: Neben Parteien, Verbänden und staatlichen Institutionen sind Pressespiegel vor allem für Entscheider in Unternehmen wichtig.
In einer Institution bleibt meist zu wenig Zeit, um durch aufwändige Recherche einen Pressespiegel zu erstellen. Professionelle Ersteller von Pressespiegeln sind im Vorteil, weil sie für die Pressespiegel mehrerer Auftraggeber zugleich recherchieren. Außerdem sind diese Medienbeobachter sehr routiniert und können bei der Recherche für den Pressespiegel auf spezielle Arbeitsmittel und Software zurückgreifen.
Nach welchen Kriterien die Beiträge für den Pressespiegel gesucht werden, entscheidet grundsätzlich der Auftraggeber. Je weiter die Begriffe gefasst werden, desto mehr Beiträge wird der Pressespiegel enthalten. Wer zu einem Thema einen umfassenden Überblick benötigt wird recht grobe Kriterien wählen. Wer jedoch einen Pressespiegel für ein sehr spezielles Thema benötigt, wird die Suchkriterien stärker einschränken.
Der Kunde zahlt für seinen Pressespiegel meist einen bestimmten Betrag für eine definierte Zeitperiode, der sich auch nach der Menge der selektierten Begriffe richtet. Daneben werden die gefundenen und dokumentierten Beiträge berechnet. Bei Radio- und Fernsehbeiträgen kann sich die Berechnung auch nach der Dauer der aufgenommenen Meldungen richten.