Die Schlösser und Gärten von Potsdam stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Berühmt ist der Blick auf die Gartenseite des Schlosses Sanssouci, im Vordergrund die Weinbergterrassen, in deren Mitte eine breite Freitreppe zum Schloss führt. Doch nicht nur das Schloss, auch die Neptungrotte, das bezaubernde Chinesisches Haus, das beeindruckende Neues Palais, der kleine Freundschaftstempel, das säulengeschmückte Aussichtsgebäude Belvedere und das hübsche Drachenhaus auf dem Klausberg sind wirklich sehenswert.
Schon 1911 wurde in Potsdam-Babelsberg das Großfilmstudio Babelsberg begründet. Hier entstanden so berühmte Filme wie Der Blaue Engel mit Marlene Dietrich. Nach der Wende entwickelte sich hier die Medienstadt Babelsberg, zu der inzwischen auch ein attraktiver Freizeitpark gehört. Im Filmpark Babelsberg dreht sich natürlich alles um das Thema Film:
In der Nähe der Filmstudios fühlten sich bald berühmte Künstler wie Heinz Rühmann und Marika Rökk zuhause. Viele traumhafte Villen zeugen in der Villenkolonie Neubabelsberg von interessanten Baustilen und vermitteln einen Eindruck vom Leben der Stars.
Friedrich Wilhelm III. veranlasste die Anlage dieser Russischen Kolonie, in der zunächst Mitglieder eines russischen Soldatenchores, die ursprünglich Kriegsgefangene waren, einzogen. Aus zwölf Höfen, einem Aufseherhaus, einer Kapelle und einem Landhaus besteht das künstlich entstandene Dorf. Die pittoresken Holzhäuser mit den aufwändigen Schnitzereien verbreiten ein ganz eigenes Flair, das man in Potsdam eigentlich nicht erwarten würde.
Ebenfalls am Reißbrett entstand das holländische Viertel, das gebaut wurde, um holländischen Handwerkern Wohnraum zu bieten. Die niedlichen Häuser mit ihren Giebeln und den weißen Fenstern wurden überwiegend saniert. So ist es ein Vergnügen, durch das Viertel zu spazieren, die schicken Läden anzuschauen und in einem der Cafes eine Pause einzulegen. Gleich zwei Museen informieren über die Geschichte des Viertels. Eines in der Benkertstraße 3, das andere in der Mittelstraße 8.