Um Verbrauchern die Wahl des gewünschten Olivenöls zu erleichtern, hat die Europäische Gemeinschaft Richtlinien für die Qualitätsbezeichnung erlassen. So müssen auf allen im Handel erhältlichen Olivenölen die ihnen zugewiesene Güteklasse deutlich erkennbar sein. Es gibt insgesamt vier Güteklassen:
Hierbei handelt es sich um das qualitativ beste Olivenöl. Dieses Olivenöl wird ausschließlich mittels einem mechanischen Verfahrens gewonnen. Der Anteil an Ölsäuren beträgt hier max. 0,8 g/100 g Öl.
Auch dieses Olivenöl wird ausschließlich mechanisch gewonnen, doch liegt der Ölsäuregehalt hier bei max. 2,0 g/100g Öl.
Die Bezeichnung Olivenöl ohne jeglichen Zusatz erhalten Olivenöle, die aus raffiniertem und nativem Olivenöl hergestellt wurden. Meist werden hierzu die Oliven zuerst wie bei den nativen Olivenölen verarbeitet. Ist die Qualität des gewonnenen Öls aber eher minderwertig, wird dieses zusätzlich noch raffiniert und für den besseren Geschmack anschließend mit einem nativen Olivenöl vermischt.
Dieses Olivenöl wird ausschließlich aus Oliventrester gewonnen.
Olivenöle können aber nicht nur in der obigen Weise klassifiziert werden, sie können auch bei sehr hoher Qualität mit Prädikaten versehen werden.
Dieses Prädikat bescheinigt, dass das Olivenöl mit einer hydraulischen Presse bei höchstens 27°C gewonnen wurde.
Dieses Olivenöl wurde zwar auch bei höchstens 27°C gewonnen, doch wurde hier zur Gewinnung des Öls eine Zentrifuge eingesetzt.
Olivenöl spielt auch als Heilöl in der Medizin zwischenzeitlich eine große Rolle. Es wird vor allem bei leichteren Brandwunden, Insektenstichen oder Quetschungen zur Linderung der Symptome eingesetzt. So hat man erkannt, dass reines Olivenöl nicht nur eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung bei oberflächlichen Hautverletzungen hat. Versetzt man Olivenöl mit Sauerstoff, erhält man das so genannte ozonisierte Olivenöl. Dieses ozonisierte Olivenöl wird auf die Haut bzw. die verletzte Stelle aufgetragen. Dort dringt es direkt in die Haut und die darunter liegenden Schichten ein und versorgt so die Stelle mit dem Sauerstoff, der sich durch die Ozonisierung in ihm befindet. Der Sauerstoff unterstützt hier erheblich die Heilung. Eine weitere Eigenschaft des ozonisierten Olivenöls ist dessen desinfizierende Eigenschaft.
Ein weiterer positiver Aspekt beim Einsatz von ozonisiertem Olivenöl ist der, dass bisher keine Nebenwirkungen oder Resistenzen beobachtet wurden.