Die ersten Nähgeräte wurden aus Fischgräten hergestellt. Später wurden diese von Knochen- oder Hornspitzen abgelöst. Die erste Nähnadel, die aus einem Stahldraht hergestellt wurde, wurde im 14. Jahrhundert hergestellt. Noch bis um das Jahr 1830 wurden Stoffe ausschließlich mit der Hand genäht. Der Berufsstand des Schneiders war auch in gehobenen Kreisen geachtet. Erst dann waren die ersten Versuche, das Vernähen von Stoffen auf mechanische Weise zu lösen, soweit erfolgreich, dass sie auch sinnvoll eingesetzt werden konnten. Die ersten Nähmaschinen traten ihren Siegeszug an und sind heute nicht mehr wegzudenken.
Die Auswahl an Nähmaschinen ist sehr groß. Die modernen Nähmaschinen von heute verfügen fast alle über einen so genannten Freiarm. Dieser macht es möglich, auch Hosenbeine, Ärmel oder ähnliches problemlos zu nähen.
Die günstigeren Modelle unter den Nähmaschinen sind für den Hausgebrauch in der Regel gut geeignet. Sie verfügen über die gängigen Nutzstiche haben meist auch gleich das richtige Zubehör für verschiedene Näharbeiten mit dabei. Sie können aber nicht alle Stoffarten verarbeiten und machen beispielsweise bei dickerem Material wie Leder oder Jeansstoff Probleme.
Diese Maschinen verfügen in der Regel über einen mechanischen Antrieb. Über eine Taste oder einen Drehknopf wählen Sie manuell die passende Stichlänge und Stichbreite. Auch die Stichart wird auf diese Weise eingestellt.
Bei der mittleren Preisklasse bekommen Sie Nähmaschinen, mit denen Sie auch etwas aufwendigere Näharbeiten ausführen können. Der Motor ist gegenüber den kostengünstigeren Nähmaschinen leistungsstärker und schafft so auch die dickeren Materialien. Die Bedienung wurde hier erheblich vereinfacht. Wenn die Spule einmal leer ist, müssen Sie nicht erst den Faden aus der Nadel entfernen, dies können Sie bei einer solchen Maschine parallel machen. Sie transportiert das Material auch mit Hilfe eines Obertransporters, welches die Verarbeitung schwierigerer Stoffe verbessert.
Neben mechanisch betriebenen Nähmaschinen, finden sich in dieser Preisklasse bereits die ersten computergesteuerten. Diese stellen selbsttätig die passend zum gewählten Stich entsprechende Stichlänge und -breite ein. Teilweise brauchen Sie auch nicht einmal mehr die Stichart wählen, die Nähmaschine sucht den zum Stoff passenden für Sie heraus.
Bei der gehobenen Preisklasse hat die Technik Nähmaschinen ermöglicht, mit denen Sie Ihren Nähphantasien freien Lauf lassen können. Einige Modelle bieten Ihnen über 140 Stichvarianten. Auch beim Nähen von Knopflöchern können Sie auf mehrere Modelle und Möglichkeiten zurückgreifen. Aber nicht nur nähen können diese hochwertigen Nähmaschinen, sondern auch sticken. Grundausstattung bei den Stickprogrammen ist das Alphabet, mit dem Sie kinderleicht Monogramme oder ganze Namen aufsticken können. Durch die Möglichkeit, mehrere Fäden gleichzeitig auf verschiedene Nadeln aufgefädelt zu belassen, können Sie auch mehrfarbige Stickbilder aufbringen. Sie haben hier die Möglichkeit, auf vorprogrammierte Bilder zurückzugreifen, können aber auch per Diskette eigene Kreationen laden und so individuelle kleine Kunstwerke entstehen lassen.
Der Kniehebel zum Heben und Senken des Nähfußes funktioniert elektronisch. Manche Nähmaschinen haben sogar einen eingebauten Lüfter für das Nähfüßchen, damit dieses bei längerem Gebrauch gekühlt wird und so verhindert wird, dass der Faden schneller reißt. Bedient wird die Maschine einfach per Tastendruck oder mit einem einfachen Tipp mit dem Finger auf einem Touchscreen. Hier erhalten Sie auch die nötigen Informationen zu besonderen Vorgehensweisen, ohne ein Handbuch zu Rate ziehen zu müssen.
Um jetzt die geeignete Nähmaschine zu finden, sollten Sie vorab einschätzen, für welchen Zweck Sie die Maschine gebrauchen werden. Sind nur kleinere Reparaturen und Näharbeiten zu erledigen, genügt in der Regel eine preiswerte Maschine oder auch eine aus dem mittleren Preissegment. Haben Sie aber höhere Ambitionen und nähen vielleicht jetzt schon viele Kleidungsstücke selbst, kann auch eine hochwertige Maschine für Sie in Frage kommen. Lassen Sie sich aber aufgrund der großen Fülle der Angebote vor dem Kauf von einem Fachmann beraten.