Ein WLAN Sender reicht im besten Fall nur ein paar hundert Meter. Je dichter die Bebauung, desto besser klappt das also mit dem Nachbarn. Weiträumige Villenviertel sind schlecht, Innenhöfe von grossen Wohnblocks nahezu ideal.
Der erste Schritt ist sicherlich ersteinmal zu sehen, wer von den Nachbarn bereits auf Sendung ist. Die WLAN Software sollte in der Regel eine Funktion haben alle verfügbaren Netze anzuzeigen. Besonders gut geht das Suchen natürlich mit dem Laptop und einer Wardriving Software. Am Besten Namen der Netze notierem
Gerade in grösseren Wohnanlagen kennt man seine Nachbarn nicht alle persönlich. Da es keine legale Methode gibt den Besitzern von WLAN Sendern eine Nachricht auf ihren PC zukommen zu lassen, muss das klassisch gehen. Also einen Zettel machen zwecks Nachbar-WLAN teilen und in die Briefkästen werfen. Manchmal ergibt sich auch aus der Senderkennung des Netzes der Besitzer.
Um die Nachbarschaft optimal mit Funk abzudecken, muss man ein bißchen testen. Oft führen Reflexionen zu ungewöhnlichen Ausleuchtungszonen. In der Regel stellt man aber den WLAN Sender möglichst nah zum Fenster auf damit die Abstrahlung nicht durch Wände und Gegenstände in der Wohnung behindert wird. Das steht manchmal im Widerspruch zur Lage des DSL-Anschlusses in der Wohnung. Da hilft u.U. nur den DSL zu verlegen oder ein langes Netzwerkabel für den Sender zu kaufen.
Auch auf Empfänger-Seite muss ein wenig getestet werden um zu sehen wo und wie der Empfang in den verschiedenen Bereichen der Wohnung ist. In Grenzsituationen lohnt sich meist der Kauf einer WLAN-Antenne die sich meist nacht wenigen Wochen amortisiert hat
In der Regel will man kontrollieren wer Zugang zum Nachbar-Netz hat und wer nicht. Am sinnvollsten hat sich der Einsatz eines WEP-Keys herausgestellt. Nur wer diesen Code an seinem WLAN-Empfänger einstellt kann auf den Sender zugreifen. Zugleich werden damit die Daten verschlüsselt und ein gutes Mass an Sicherheit bereitgestellt. Den WEP-Key verteilt man an alle teilenehmenden Nachbarn. Wenn man Sorge hat, dass er in unbefugte Hände geraten ist, ändert man ihn einfach.
Wieviel Leute an einem solchen Netz teilnehmen können ohne dass die Qualität spürbar leidet hängt sehr vom Online-Verhalten der Teilnehmer ab. Wer ständig Live-Videos sieht und Musik aus dem Internet lädt wird kaum Platz für andere Teilnehmer haben. Bei normalem Surfen, Mailen und Chatten können sich auch leicht zwanzig Nachbarn einen Anschluss teilen.
Wer den DSL Anschluss bei sich zuhause hat, sollte sicherstellen dass in seiner Abwesenheit z.B. Urlaub jemand anderes Zugang zum WLAN Sender hat um ihn notfalls zu resetten oder die Kabel zu prüfen. Bei weniger zuverlässigen WLAN-Sendern kann man auch einen Timer einsetzen der einmal am Tag für wenige Minuten den Strom unterbricht und damit das Gerät neu startet. Alle Teilnehmer sollten mit Internte-by-Call Modemverbindungen vertraut sein um zur Not auch ohne WLAN online gehen zu können.
Für Nachbarnetze sollte man nahezu zwingend eine Internet-Flatrate benutzen. Das Datenaufkommen im Nachhinein nach Teilnehmern aufzudröseln ist mühsam wenn nicht sogar unmöglich. Die Kosten für die Flatrate würde man gerechterweise auf die Zahl der Teilnehmer verteilen. Um den Aufwand in Grenzen zu halten würde man jeweils für ein paar Monate im voraus den Obulus bei allen Teilnehmern einsammeln.
Fast alle DSL.Anbieter erlauben mittlerweile das Teilen dieser Anschlüsse. Im Zweifel sollte man aber dennoch einen Blick in die AGBs werfen. Wenn man grundstückübegreifend (also über öffentlichen Raum wie Strassen) sendet muss man das kostenlos mit einem Formblatt von www.regtp.de melden. Es kann allerdings sein, dass das bereits nicht mehr nötig ist oder in Kürze nicht mehr nötig seien wird.