Die Magnetfeldtherapie wird für Heilzwecke eingesetzt. Schon die Chinesen wussten vor Jahrtausenden von der positiven Wirkung auf den Körper. Auch Hippokrates und Paracelsus schworen auf die Behandlung vieler Leiden mit der Magnetfeldtherapie.
Bei der Magnetfeldtherapie werden an bestimmten Stellen des Körpers Bandagen, so genannte Magnetfeld-Folien aufgebracht, in denen sich kleine kreisförmige Magnete befinden In diesen befinden sich ringförmig abwechselnd positive sowie negative Pole. Magnete ziehen bzw. stoßen bekanntlich Ionen an oder ab, die Ionen kommen also in Bewegung. Im menschlichen Blut befinden sich ebenfalls Ionen. Wird nun ein Magnet direkt auf die Haut aufgebracht, so werden an dieser Stelle die Ionen im Blut erreicht und angezogen bzw. abgestoßen. Dies hat den positiven Effekt, dass sich der Blutfluss verstärkt und so die allgemeine Blutzirkulation erhöht wird. Ein weiterer Effekt, welcher durch einen Magneten ausgelöst wird, sind die so genannten Lorenzschen Kräfte. Dadurch, dass sich im menschlichen Blutplasma Ionen befinden und das Blut zu den elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten gezählt werden kann, entsteht bei der An- und Abstoßung eine geringe elektrische Spannung. Diese wird durch die zwangsweise Spaltung der Ionen erzeugt. Die elektrische Spannung wiederum übt Druck auf die Gefäßwände aus, die dadurch leicht erweitert werden, die Durchblutung hier also zusätzlich verbessert wird. Diese elektrische Spannung erzeugt Wärme, die entspannend auf die Blutgefäße wirkt. Das Resultat: Eine erhöhte Blutzirkulation, die mit einem erhöhten Sauerstoff- und Nährstofftransport verbunden ist. Der Lymphfluss wird deutlich angeregt und der Abtransport von Schlacken gefördert. Dies alles führt zu einer Linderung von Schmerzen und fördert die Heilung.
Die Magnetfeldtherapie wird für fast alle Krankheiten von Ärzten und Heilpraktikern angewendet oder empfohlen. Selbst Augenleiden oder schwere Depressionen können so unterstützend behandelt werden. Bei Knochenbrüchen fördert die Magnetfeldtherapie die Knochenheilung.
Die erste wissenschaftliche Studie bewies bereits im Jahre 1909, dass die Sauerstoffsättigung im Blut mit Hilfe der Magnetfeldtherapie deutlich erhöht werden kann. Den Einfluss auf das Nervensystem konnte 1992 in den USA durch eine weitere Studie nachgewiesen werden.
Bevor Sie sich entscheiden, die Magnetfeldtherapie einzusetzen, sollten Sie vorab mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker abklären, dass keine schwerwiegende organische Störung für Ihr Leiden verantwortlich ist. Wichtig ist auch, dass Sie vorab mit ihm besprechen, ob Sie die Magnetfeldtherapie anwenden dürfen oder nicht, denn auch hier ist bei einer autonomen Selbstbehandlung Vorsicht geboten.
Den Trägern von Herzschrittmachern ist grundsätzlich der Einsatz von Magneten am Körper verboten, da diese die Funktion des Herzschrittmachers beeinflussen.
Wenn Sie metallische Prothesen oder Stifte in ehemaligen Knochenbrüchen in sich tragen, sollten Sie vorab Ihren Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen. Dieser kann dann entscheiden, ob der Einsatz der Magnetfeldtherapie keine unerwünschten Nebenwirkungen auslöst.
Magnetfeldtherapie-Folien sollten nie auf offene Wunden oder Pflaster jeglicher Art aufgetragen werden. Auch nicht auf Hormon- oder sonstige medizinischen Pflaster.
Während den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sollte ebenfalls auf den Einsatz der Magnete verzichtet werden.
Wenn Sie sich entschließen, die Magnetfeldtherapie zu machen, entfernen Sie unbedingt vorher sämtliche Kredit-, Bank- und Versicherungskarten, die einen Magnetstreifen oder Chip besitzen, von Ihrem Körper. Wie andere Magnete auch, können die in den Magnetfeldtherapie-Folien enthaltenen den Inhalt der darin gespeicherten Daten löschen.