Für ein optimales Raumklima sollte die Luftfeuchtigkeit bei ca. 45-55 % liegen. Durch unzureichende Lüftung in Waschküchen, Badezimmern oder auch in feuchten Kellern liegt die Luftfeuchtigkeit aber deutlich höher, so dass Sie hier mit Hilfe eines Luftentfeuchters wieder ein gesundes Raumklima schaffen sollten. Zu hohe Luftfeuchtigkeit ist die Hauptursache von Schimmelbildung an Decken, Wänden und Fußboden. Wenn die Schimmelsporen eingeatmet werden, können sie unter Umständen schwere gesundheitliche Schäden verursachen.
Auch kann die Bausubstanz durch die Feuchtigkeit nicht nur angegriffen, sondern auch oftmals so beschädigt werden, dass diese abgetragen werden muss. Das im Raum befindliche Inventar kann ebenfalls Schaden nehmen wie beispielsweise Holzmöbel, Deckenverkleidungen oder Fußböden.
Luftentfeuchter finden besonders in feuchten Kellerräumen, in Waschküchen, Bädern und Küchen Ihre Anwendung. Aber auch in Lagerhallen werden die Luftentfeuchter zum Trocknen der Luft bei unzureichenden Belüftungsmöglichkeiten eingesetzt. Bei Neubauten werden so genannter Bautrockner eingesetzt, die den Rohbau vor dem endgültigen Verputzen zuerst austrocknet, damit die Restfeuchte, die im Baumaterial grundsätzlich verbleibt, so gering wie möglich gehalten wird. Kommt es einmal zu einem Wasserschaden, ist der Einsatz von Luftentfeuchtern ebenfalls eine gute Möglichkeit, hier die betroffenen Stellen wieder zu trocknen, da Sie nicht überall die Möglichkeit haben, für eine ausreichende Lüftung zu sorgen, um so die überschüssige Luftfeuchtigkeit aus dem Raum entweichen lassen zu können.
Zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt sich meist nicht fühlen. Um hier ganz sicher zu sein, sollten Sie die Luftfeuchtigkeit regelmäßig mit einem Hygrometer messen. Liegen die Messwerte über 65 % ist der Einsatz eines Luftentfeuchters angezeigt.
Eine preisgünstige aber etwas langsame Methode, der Luft die Feuchtigkeit zu entziehen, ist der Einsatz eines chemischen Luftentfeuchters. In diesem befindet sich ein hygroskopisches Granulat, das Calciumchlorid. Das Granulat bindet die Feuchtigkeit, verflüssigt sich aufgrund dessen und fließt anschließend in einen Sammelbehälter.
Diese Art von Luftentfeuchtern wird vor allem in warm-feuchten Räumen eingesetzt. Sie führen die vorher angesaugte feuchte Luft über spezielle Kühllamellen, was zur Folge hat, dass die Feuchtigkeit dort kondensiert und in einen Sammelbehälter abgegeben wird. Diese elektrischen Luftentfeuchter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, wobei hier auch intelligente Geräte zu finden sind, die selbständig die Luftfeuchtigkeit kontrollieren und bei zu hohen Messwerten mit der Luftentfeuchtung beginnen bzw. diese nach dem Erreichen des gewünschten Optimalwertes wieder beenden.
Diese Luftentfeuchter eignen sich vor allem für kalt-feuchte Räume. Die Luft wird bei diesen Geräten durch ein beschichtetes Aluminiumrad geleitet, welches die Feuchtigkeit bindet. Das hierbei entstehende Wasser wird wiederum in einem Auffangbehälter gesammelt. Da die Trocknung im Innern des Luftentfeuchters erfolgt, ist die anschließend wieder abgegebene Luft im Gegensatz zu anderen Geräten sehr trocken.