Vierrädrige Leicht-Kfz sind seit Anfang der 1980er Jahre in Frankreich entwickelt worden. Sie sind vergleichbar mit Kleinkrafträdern oder Motorrollern und werden daher häufig auch „Mopedauto“ genannt. Leicht-Kfz sind kompakte, handliche Stadt- und Nahverkehrsautos, die in die kleinste Parklücke passen. Sie stellen daher für alle, die hauptsächlich kurze Strecken fahren, z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen, eine echte Alternative zum Auto dar. Leicht-Kfz eignen sich besonders als Zweit- oder Dritt-Fahrzeug oder für ältere Fahrer oder Jugendliche ab 16 Jahren. Sie überzeugen mit günstigen Fixkosten – Leicht-Kfz benötigen keine Kfz-Versicherung und sind sehr sparsam im Verbrauch.
Folgende Merkmale machen Leicht-Kfz aus:
Microcars stellen die „ernsthafte“ Auto-Alternative unter den Leicht-Kfz dar. Sie werden von vielen Herstellern in zahlreichen Varianten angeboten, z. B. als Limousine, Cabrio oder Transporter. Die Ausstattung ist mittlerweile mit der herkömmlicher Autos vergleichbar: Metallic-Lackierungen, Alufelgen, Ledersitze, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Einparkhilfe, Navigationssystem usw.
Quads werden meist als reine Spaßfahrzeuge eingesetzt, z. B. beim Motocross, erfreuen sich aber auch im Straßenverkehr einer immer größeren Beliebtheit. Die Faszination dieser Leicht-Kfz machen hauptsächlich der spürbare Kontakt zur Fahrbahn und die direkte Lenkweise aus. Seit Anfang 2006 gilt für Fahrer von Quads die Helmpflicht.
Ursprünglich waren die ATVs reine Nutzfahrzeuge in der Land- und Forstwirtschaft; durch günstige Preise und eine relativ einfache Handhabung werden ATVs aber auch zunehmend im Freizeitbereich attraktiv. In schwierigem Gelände überzeugen diese Leicht-Kfz durch Geländegängigkeit und geringes Eigengewicht.
Vierrädrige Kleinkraftfahrzeuge bis 45 km/h, z.B. Quads oder Microcars, dürfen ab 16 Jahren mit einem Führerschein der Klasse S gefahren werden. Mit Leicht-Kfz darf man im öffentlichen Straßenverkehr innerorts oder auf Landstraßen fahren, aber nicht auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen. Der Erwerb der Klasse S setzt keine andere Führerschein-Klasse voraus.