L-Carnitin wird in unserem Körper gebildet, in dem sich hier die beiden Aminosäuren Methionin und Lysin synthetisieren. Dies geschieht vor allem in der Leber sowie – als Vorstufe – in der Niere. An der Bildung des L-Carnitin sind aber noch weitere Stoffe beteiligt, ohne die das L-Carnitin nicht synthetisiert werden kann. Diese sind die Vitamine B6, B12 und C, das Niacin, die Folsäure sowie das Eisen. Des Weiteren sind hier noch weitere Enzyme beteiligt. Der optimale Wert an L-Carnitin im menschlichen Körper beträgt etwas 20g bis 25g.
L-Carnitin findet sich des Weiteren auch vermehrt in rotem Fleisch, also im Lamm- oder Schaffleisch. In geringerer Konzentration findet sich das L-Carnitin auch im Schweinfleisch sowie im Fisch.
Das L-Carnitin ist besonders wichtig für den Fettstoffwechsel.
Damit die Körperzellen immer über genügend Energie verfügen, benötigen diese Fettsäuren, doch gibt es nun langkettige Fettsäuren, die die Zellwände der so genannten Metochondrien, also quasi der Energiemotor der Zellen, nicht alleine passieren können. Diese benötigen Helfer, die ihnen den Weg bahnen – und das ist das L-Carnitin. Die langkettigen Fettsäuren heften sich an das L-Carnitin und gelangen so zu den Metochondrien, wo sie letztendlich in die wertvolle Energie umgewandelt werden.
Obwohl die Wirkungsweise des L-Carnitins den Schluss zulässt, dass es, wenn es vermehrt im Körper vorkommt, auch vermehrt Fettsäuren abtransportiert und sich diese nicht mehr in die Fettzellen einlagern können, hier es also auch nicht zu einer Gewichtszunahme kommt, wird dies so von Wissenschaftlern nicht bestätigt.
Bei dem L-Carnitin verhält es sich wie bei den Vitaminen: Herrscht ein Überangebot im Körper, wird dies nicht zusätzlich noch verwertet oder gespeichert, sondern ausgeschieden. Es kommt hier also nicht zu einer Energiesteigerung mit zusätzlich erhöhtem Fettverbrauch. Der „Verbrauch“ an L-Carnitin ist also immer konstant und kann nicht durch zusätzliche Einnahme von L-Carnitin-Produkten einfach erhöht werden.
Die Einnahme von L-Carnitin macht aber dann Sinn, wenn die optimale Versorgung des Körpers mit L-Carnitin nicht gegeben ist und die Biosynthese gestört wurde. Das so zusätzlich eingenommene L-Carnitin kann hier durchaus beispielsweise die Blutfettwerte senken, was sich zusätzlich noch auf eventuell vorhandene Herzkrankheiten positive Wirkungen hat.
L-Carnitin wird deshalb besonders von älteren Personen, Schwangeren oder auch Ausdauersportlern eingenommen, deren L-Carnitin-Haushalt gestört ist.