Der Kugelschreiber wird als ein Schreibgerät definiert, das Tinte mit Hilfe einer Kugel auf Papier oder ähnliches überträgt. Die Kugelschreibermine besteht aus einem Vorratsbehälter, in dem sich eine schnell trocknende Tinte befindet. Diese hat direkten Kontakt zu einer am Ende befindlichen drehbaren Kugel, die zum Teil in den Vorratsbehälter hineinreicht und zum anderen Teil außen frei zugänglich ist. Wird die Kugel gedreht, nimmt sie an der Seite, mit der sie im Vorratsbehälter ist, Tinte auf und gibt diese auf der anderen Seite wieder ab. So kommt die Tinte letztendlich auf das Papier oder das Medium, welches beschriftet werden soll.
Der Kugelschreiber ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Erst 1938 wurde der erste, dem heutigen Schreibgerät sehr ähnliche Kugelschreiber erfunden, der dann im Jahre 1940 patentiert wurde. Der erste Großabnehmer war die britische Luftwaffe, die Schreibgeräte für ihre Piloten suchten, die auch während der Flüge klecksfrei funktionstüchtig waren.
Frei verkäufliche Kugelschreiber für den Otto-Normal-Verbraucher wurden 1945 in den USA verkauft. In Deutschland konnten 1950 die ersten Modelle für ca. 20,00 DM erstanden werden.
Es gibt drei verschiedene Arten von Kugelschreibern:
Kugelschreiber ohne Minenbetätigungen
Dies ist die kostengünstigste Variante unter den Kugelschreibern. Die Schreibkugel bleibt hier ständig einsatzbereit offen und kann nicht versenkt werden. Teilweise haben diese Steckkappen zum Schutz vor Beschädigungen. Die Schutzkappe schützt auch den Benutzer während des Transports des Kugelschreibers vor Verschmutzungen mit der Tinte. Diese Kugelschreiber sind meist Einwegartikel, die nach dem Leerschreiben des Tintenreservoirs weggeschmissen werden.
Kugelschreiber mit Druckmechanik
Die Druckmechanik macht es möglich, dass die Mine sowie die Schreibkugel in das Gehäuse eingelassen werden kann, wenn dieser nicht benutzt wird. Dieser Mechanismus funktioniert meist mit Hilfe einer Feder.
Diese Variante des Kugelschreibers ist am weitesteten verbreitet. Hier finden Sie auch eine große Auswahl an Gehäusen. Diese können aus Kunststoff, Holz oder aber auch aus hochwertigem Metall gearbeitet sein. Materialkombinationen sind hier ebenfalls möglich. Die Minen sind austauschbar, so dass Sie den Kugelschreiber auch länger benutzen können.
Kugelschreiber mit Drehmechanik
Ein Kugelschreiber mit Drehmechanik ist mit dem Kugelschreiber mit Druckmechanik zu vergleichen. Nur wird hier die Mine nicht eingezogen, sondern eingedreht. Die verschiedenen Qualitätsvarianten sind auch hier vorzufinden.
Der Kugelschreiber hat sich als ein sehr beliebtes Schreibgerät entwickelt. Es gibt wohl kaum einen Haushalt, eine Büro oder ein sonstiger Ort, wo geschrieben wird, an dem sich kein Kugelschreiber befindet. Deshalb eignet sich dieser besonders gut als Werbemittel, der auch immer wieder gerne angenommen und benutzt wird. Sie haben die Möglichkeit, den Kugelschreiber mit Ihrer Werbebotschaft oder auch nur mit Ihrem Namen zu versehen. Sie haben hier verschiedene Möglichkeiten, deren Anwendung vom Material des Gehäuses abhängig ist.
Siebdruck
Der Siebdruck ist eines der gängigsten Druckverfahren. Hier wird die Farbe durch einen Sieb gedrückt, unter dem sich das zu bedruckende Material befindet. Dieses Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit und gut deckende Farben aus.
Tampondruck
Das Verfahren des Tampondruck wird in der Regel dann verwendet, wenn die zu bedruckenden Artikeln stark geformt sind. Hier werden zunächst ein Klischee vom Druckbild angefertigt, welches anschließend mit Farbe gefüllt wird. Tampons nehmen diese Farbe dann auf und übertragen sie anschließend auf den Artikel.
Lasergravur
Mit Hilfe eines computergesteuerten Lichtbündels wird das gewünschte Motiv oder der Text in die Oberfläche des Gehäuses eingebrannt.