Bastia liegt am unteren Ende des nördlichen Fingers Korsikas auf der Ostseite der Insel. Bastia ist den meisten Touristen, die Korsika besuchen, lediglich als Ein- bzw. Ausschiffungshafen ein Begriff. Aber Bastia hat viel mehr zu bieten, als nur den Hafen und eine Straße, die von diesem durch einen Tunnel zum Stadtrand führt. Eine Fahrt über dem Tunnel mit einem Stopp hier und da lohnt sich auf jeden Fall.
Bastia war bis 1811 die Hauptstadt von Korsika. Jetzt ist sie mit ihren ca. 40.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt auf der Insel und hat sich den Titel „wirtschaftliches Zentrum" gesichert. Bastia ist zudem noch das Verwaltungszentrum des Département Haute-Corse, dem Sitz der Zolldirektion und der Militärverwaltung. Die große Anzahl der Bewohner verdankt Bastia im Übrigen einer Steuerbefreiung, die im 15. Jahrhundert jedem neuen Einwohner versprochen wurde, bis dahin bestand Bastia lediglich aus ein paar Häusern und einem Hafen. Mit diesem finanziellen Vorteil im Rücken wuchs Bastia dann schnell an. Von der alten Stadt Bastia ist nicht mehr viel zu sehen, da die Stadt im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurden. Aber ein paar Sehenswürdigkeiten haben das Bombardement trotzdem überlebt. So beispielsweise der alte Hafen von Bastia mit seiner Altstadt im Hintergrund und dem Zitadellenviertel, den Place Saint-Nicolas oder auch die doch zahlreichen alten Kirchen, die derzeit nur dem Zahn der Zeit standhalten müssen. Im Hafen von Bastia legen nicht nur die großen Fährschiffe an, die die Touristen von Italien oder Sardinien nach Korsika bringen. Ihr findet hier auch kleine Fischerboote, Jachten und zahlreiche Cafes und Restaurants. Die Häuser rund um den Hafen haben auch ihren besonderen Flair. Teilweise sind diese schon so alt und windschief, dass sie ohne die angrenzenden Häuser links und rechts schon weggebrochen wären. Das Zitadellenviertel von Bastia spiegelt die alte Vergangenheit der Stadt wider. Enge Gassen, steile Treppen und alte teils interessante Häuser - ein Spaziergang lohnt immer, zumal Ihr hier ungestört auf der Straße entlang laufen könnt; für Autos sind die Gassen zu eng. Der Place Saint-Nicolas von Bastia ist der Ausgangspunkt in Bastia, wenn Ihr die Stadt erkunden möchtet. Von einem der vielen Cafés und Restaurants auf dem Place Saint-Nicolas aus habt Ihr einen tollen Blick auf das Meer und die einlaufenden Fährschiffe. Wenn Ihr gerne alte Kirchen anschaut, seid Ihr in Bastia nicht verkehrt. So warten beispielsweise die Oratoire Saint-Roch aus dem 17. Jahrhundert darauf, besichtigt zu werden. Oder wie wäre es mit der Eglise Saint-Jean Baptiste. Die Kirche mit ihren zwei Türmen aus dem Jahr 1583 ist eines der meist fotografierten Bauten von Bastia. In Zitadellenviertel findet Ihr die Cathédrale Sainte-Marie aus dem 15. Jahrhundert, unten angrenzend das Oratoire Saine-Croix, eine kleine Barockkirche, die regelrecht in das Viertel von Bastia eingebaut wurde. Beim Paisolo handelt es sich um eine Miniaturausgabe eines korsischen Bergdorfes, dass im Maßstab 1:30 detailgetreu im östlichen Teil der Zitadelle zu finden ist.Hafen
Zitadellenviertel
Place Saint-Nicolas
Kirchen
Paisolo