Zwar ist es sinnvoll, wenn Ihr Kind aus einer gewissen Menge altersgerechter Spielsachen auswählen kann. Jedoch sollten Sie nicht zu viele Spielsachen auf einmal anschaffen, da eine zu große Menge neuen Spielzeugs Kinder meistens eher überfordert als beglückt. Bereits im kleinen Alter empfiehlt es sich daher, gezielt Spielsachen auszuwählen, die zum Alter und den Vorlieben Ihres Kindes passen.
Bei Kleinen Kindern können Sie durch gezielt ausgesuchte Spielsachen bestimmte Fähigkeiten, wie Tastsinn, Sehvermögen, Greiffähigkeit, Koordination, etc. fördern. Informieren Sie sich beim Kauf genau darüber, ob das jeweilige Spielzeug der Entwicklungsphase Ihres Kindes entspricht.
Damit Ihr Kind seinen Tastsinn weiter entwickeln kann, muss es Dinge greifen und berühren, um den Unterschied zwischen weich und hart oder fest und weich wahrzunehmen. Dabei lernt Ihr Kind nicht nur die verschiedenen Dinge besser kennen, sondern entwickelt durch die vielen Tast- und Berührungsreize im Spiel ein feineres Gefühl für seinen eigenen Körper. Für Babys sind hierfür Spieldecken geeignet, auf denen verschiedene Formen oder Spielsachen angenäht sind. Auch Greif- und Beißringe sind für Kleinkinder sehr geeignet. Fingerfarben gehören zu den Spielsachen mit denen schon Zweijährige aber auch ältere Kinder gerne werkeln. Knete lässt sich drücken, ausrollen und formen und ist für Kinder ab ca. vier Jahren geeignet.
Besonders in den ersten Lebensjahren werden die Hör- und Sehsinn Ihres Kindes ausgebildet. Geben Sie ihm ausreichend Gelegenheit, diese spielerisch zu trainieren und zu schärfen. Mobiles mit und ohne Musik, Spieluhren und unzerbrechliche Spiegel, Spielzeuge, die selbst Geräusche erzeugen können, Quietschtiere, Kinder-Musikcenter mit Knöpfen, Musikdosen mit Drehkurbel sind dazu besonders geeignet. Spätestens im Kindergartenalter sind Kinder geschickt genug, um einen Kinderkassettenrekorder zu bedienen. Ein robustes Modell mit großen Tasten kann eine sinnvolle Anschaffung sein, um Ihre eigene Anlage zu schonen.
Beim Basteln, Bauen und Stapeln entwickelt Ihr Kind seine Motorik und trainiert seine Auge-Hand-Koordination. Frühestens ab ca. sechs Monaten können Sie Ihrem Kind Stapelspiele oder handliche Bauklötze zum Spielen geben. Ab zwei kann Ihr Kind kompliziertere Konstruktionen in Angriff nehmen - Holzpuzzles und Fädelspiele sind hierfür besonders geeignet. Im Kindergartenalter befassen sich Kinder gerne mit Aufbau von Puppenhäusern, die ihre Phantasie anregen. Ähnliches gilt für Kräne und Bagger, die mit Handbetrieb arbeiten und konzentriertes Vorgehen erfordern.
Krabbeln, Laufen, Hüpfen lernt Ihr Kind in den ersten beiden Lebensjahren ganz von selbst. Jedoch sollten Sie die natürliche Bewegungsfreude ihres Kindes zusätzlich unterstützen. Babygyms - Gestelle, an denen Spielzeug hängt sind hierfür sehr zu empfehlen. Laufanfänger und Krabbelkinder mögen Tiere oder Autos zum Nachziehen an einer Schnur. Später kann der Kauf des ersten Dreirades oder Rollers in Erwägung gezogen werden.