Jeder kann in die Situation kommen, dass er kurzfristig einen höheren Geldbetrag benötigt. Wenn der Dispokredit ausgeschöpft ist, die Bank nicht mit einem kurzfristigen Kredit weiterhilft und Bekannte und Verwandte hier nicht weiterhelfen können, gibt es die Möglichkeit, einen Pfandleiher aufzusuchen. Die eigentlich schon sehr alte Dienstleistung wird in den letzten Jahren zunehmend attraktiver, da die Pfandleiher jetzt anbieten, auch das eigene Fahrzeug als Pfand anzunehmen. Dieser Bereich hat sich bereits so entwickelt, dass sich viele Anbieter auf diese spezielle Pfandleihe spezialisiert haben.
Der Ablauf ist eigentlich sehr einfach. Sie müssen nur Ihre genauen Fahrzeugdaten einem Pfandleiher vorab telefonisch oder auch schriftlich mitteilen. Dieser wird Ihnen dann ein Angebot unterbreiten, wie viel Geld er Ihnen in bar voraussichtlich für Ihr Fahrzeug leihen kann. Ein verbindliches Angebot wird er Ihnen nach Sichtung des Fahrzeugs innerhalb kürzester Zeit unterbreiten. In der Regel wird er Ihnen 60 % - 70 % des Zeitwertes Ihres Fahrzeuges anbieten. Ein Pfandleihvertrag hat je nach Anbieter eine Laufzeit von 1 - 6 Monaten
Sie müssen dann nur noch den Kfz-Brief und alle vorhandenen Autoschlüssel mit samt Fahrzeug dem Pfandleiher überlassen. Das Eigentum geht dann vorerst an den Pfandleiher über. Im Gegenzug dazu erhalten Sie dann errechneten Betrag. Eine Meldung an die Schufa unterbleibt im übrigen. Sie können während der Laufzeit jeder Zeit Ihr Fahrzeug wieder auslösen, wenn Sie den Leihbetrag, die entstandenen Kosten und die aufgelaufenen Zinsen begleichen. Dies sollten Sie aber spätestens bei Ablauf des Vertrages tun. Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen dies nicht tun, wird Ihr Fahrzeug in einer öffentlichen Versteigerung vom Pfandleiher verwertet. Sollte nach Abzug des Pfandbetrages, der Kosten und Zinsen noch ein Versteigerungserlös vorhanden sein, wird dieser Ihnen ausbezahlt.
Die Kosten hierfür variieren je nach Anbieter und Höhe der Pfandsumme. Im allgemeinen berechnen die Pfandleiher einen Zins in Höhe von 1 % im Monat auf die geliehene Summe. Hinzu kommen dann Kosten wie Geschäftsgebühren für Versicherungen und Bearbeitung sowie Standgebühren, welche ebenfalls stark variieren. Ein Vergleich lohnt sich hier auf jeden Fall, bevor Sie sich zu einem Kfz-Pfandleihhaus begeben.
Viele Pfandleiher versichern Ihnen ausdrücklich Ihre Diskretion. Das von Ihnen hinterlegte Fahrzeug wird so abgestellt, dass es von Nachbarn oder Bekannten nicht erkannt werden kann. Auch werden die Besichtigungs- und Geschäftstermine so mit Ihnen vereinbart, dass ein Zusammentreffen mit anderen Kunden des Pfandleihers vermieden wird.
Gegen eine Gebühr bieten einige Pfandleiher auch an, dass Fahrzeug an einem bestimmten Ort abzuholen bzw. nach Auslösung wieder hinzubringen. Dies ist gerade bei abgemeldeten Fahrzeugen oft von Nöten.
Wenn Sie zwar Bargeld benötigen, Sie aber auf den Wagen dringend angewiesen sind, gibt es auch bei manchen Anbietern die Möglichkeit, das Fahrzeug trotz Verpfändung selbst weiter zu nutzen. Dieser Service kann gegen eine weitere Gebühr genutzt werden.