Schon der Volksmund sagt „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“. Und damit hat er gerade heutzutage recht. Denn wer sich schon in jungen Jahren Gedanken über seine Karriereplanung macht, hat später häufig gute Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Jedes Kind hat wechselnde Berufswünsche: Ballett-Tänzerin, Feuerwehrmann, Tierarzt und Pilot stehen dabei oft auf den vorderstersten Rängen. Diese oft spontan geäußerten Wünsche haben in den meisten Fällen jedoch noch nichts mit der eigentlichen Karriereplanung zu tun. Die ersten Schritte der Karriereplanung sollten frühestens in der Teenager-Zeit erfolgen. Je nachdem, wann der Jugendliche von der Schule abgeht, sollte die Berufswahl ab dem 14. oder 15. Lebensjahr bereits ein Thema sein. Die Schüler kennen zu diesem Zeitpunkt bereits ihre persönlichen Stärken und Schwächen – wichtige Faktoren für die spätere Karriereplanung. Für Schüler, die sich noch nicht ganz sicher sind, welche berufliche Richtung sie einschlagen möchten, gibt es die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. In vielen Schulen ist dies fester Bestandteil in der Orientierungsphase. Praktika können aber auch privat, beispielsweise während den Schulferien, gemacht werden.
Eine der wichtigsten Regeln in der Karriereplanung lautet: Keine Löcher im Lebenslauf. Der Schüler sollte sich daher bereits schon während der Schulzeit für einen Ausbildungs- oder Studienplatz bewerben, damit es nach Beendigung der Schullaufbahn möglichst nahtlos weitergehen kann. Gleiches gilt für Studenten, die sich schon während ihres Studiums nach Anstellungen umschauen sollten. Da die Konkurrenz groß ist, kann es dafür nach der Uni schon zu spät sein. Eine gute Option sind ebenfalls Praktika, die während des Studiums oder der Semesterferien absolviert werden können. Alternativ können auch qualifizierte Studentenjobs der Karriereplanung dienlich sein.
Wer seine erste feste Anstellung gefunden hat kann sich mit Recht darüber freuen. Doch sollte man sich in den Zeiten großer Konkurrenz und Massenarbeitslosigkeit nicht darauf ausruhen. Vor allem, wenn man eine steile Laufbahn plant. Für die eigene Karriereplanung ist es immer wichtig, sich kurzzeitige und langfristige Ziele zu stecken. Wo will ich in einem Jahr stehen und wo in fünf Jahren. Diese Zielsetzungen können sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, Strategien für die Karriereplanung festzulegen. Kurzfristige Ziele können Aufstiege in der unternehmenseigenen Hierarchie sein: etwa vom Team-Arbeiter zum Gruppen- oder Abteilungsleiter. Langfristige Ziele im Rahmen der Karriereplanung können auch mit einem Arbeitsplatzwechsel oder dem Aufstieg in eine höhere Gehaltsklasse verbunden sein. Auch berufsbegleitende Fort- oder Weiterbildung ist ein wichtiger Faktor in der Karriereplanung. Besonders die Personalverantwortlichen in den Unternehmen achten auf Eigeninitiative und Engagement auch außerhalb des eigentlichen Berufs. Ein Punkt, den Sie unbedingt ebenfalls in Ihre Karriereplanung mit einbeziehen sollten. Falls Sie selbst nicht genau wissen, wie Sie Ihre persönliche Karriereplanung am besten vorantreiben, gibt es viele gute Ratgeber im Buchhandel. Auch spezielle Internetseiten und interaktive Foren mit Gleichgesinnten können bei der Karriereplanung weiterhelfen.