Industrie-PCs kommen überall dort zum Einsatz, wo Arbeitsprozesse automatisiert, gesteuert und visualisiert werden und besondere Umgebungsbedingungen herrschen - Staub, Schmutz, Wasser, extreme oder schwankende Temperaturen, ständige Gefahr mechanischer Fremdeinwirkung. Hier ist der Gebrauch von herkömmlicher Hardware wenig empfehlenswert, da diese häufig Fehlfunktionen mit Produktionsausfall verursachen würden. Deshalb haben Industrie-PCs insbesondere ein sehr robustes, gekapseltes Gehäuse - beispielsweise aus pulverbeschichtetem Aluminium oder massivem, verzinktem Stahlblech - ohne Öffnungen und Lüftungsschlitze, das sich vielseitig montieren, bestücken und anpassen lässt. Auch schallgedämmte oder abschließbare sowie Gehäuse mit Schutztüre sind für Industrie-PC´s erhältlich.
Zum Teil reicht bei einem Industrie-PC oft sogar eine wesentlich niedrigere Performance, da die Steuerung von industriellen Maschinen keine Hochleitungsprozessoren benötigt. Deshalb sind die Ausstattungen mit Board-Systemen, Prozessoren, Speichermedien und Gehäusevarianten so vielfältig wie die Einsatzbereiche, etwa für Multimedia-Anwendungen, im Anlagen- und Maschinenbau, bei Serveranwendungen, in der Robotik, an Test- und Prüfständen oder in der Medizintechnik sowie für rechenintensive Büroanwendungen. So müssen unter anderem auch die Kabel besonders geführt und zusammen mit den anderen Teilen möglichst fixiert werden, beispielsweise im Gehäuse oder im Standfuß bzw.Tragarm. Außerdem sollten die Komponenten leicht zugänglich sein.
Garantiert wird meist die lange Widerbeschaffungsmöglichkeit und Rückverfolgbarkeit der eingebauten Komponenten per Konfigurationsliste.
Industrie-PCs laufen unter Windows und Linux oder auch mit betriebsspezifischer Software.
Industrie-PCs sind meist Komplettsysteme mit modularem Aufbau, der an Kundenwünsche angepasst werden kann. Üblicherweise finden Sie auf der CPU eines Industrie-PCs die selben Komponenten wie auf einem Motherboard, also mindestens einen Prozessorsockel und Netzwerk-Controller, Steckplätze und Schnittstellen, Interfaces für Festplatten und Laufwerke sowie maximal 20 Busse. Dabei sind PCI/ISA, PCISA oder PCI-Express die gängigsten. Das Gehäuse eines Industrie PCs ist standardmäßig für den Einbau in einem 19 Zoll Schrank konzipiert. Oft erfordern besondere Einbausituationen andere Größen.
Je nach Einsatzbereich differieren Gehäuse und Komponenten des Industrie-PCs. Sie können Ihren Industrie-PC in Wände einbauen, auf Tische und Tragarme montieren oder sogar im Rollkoffer transportieren.
Weiter erhalten Sie Industrie-PCs zur variablen Montage für den Einbau in Schaltschränke, Steuergehäuse oder Bedienkonsolen (so genannte Embedded-Lösung) mit besonders geringer Einbautiefe und sogar ohne Gehäuse.
Industrie-PC-Terminal oder Rechnerpulte mit Maus, Trackball oder Touchscreen kommen teilweise bei der Zutrittskontrolle, Biometrie oder Betriebsdatenerfassung zum Einsatz, vor allem aber in der Chemie-, Pharmazie- und Lebensmittelindustrie.
Panel-Industrie-PCs zeichnen sich durch besonders dichte und flache Gehäuse aus und haben oft ein Operatorbedienfeld in der Frontplatte. Der Tablet-Industrie-PC wird dabei wie ein Tablett, also schräg horizontal und meist mit Touchpad in engen Umgebungen mit integriertem Netzteil verwendet.
Die Portable Workstation erinnert an einen tragbaren Fernseher mit Tastatur und ist im rollbaren Koffer transportierbar.
Für Ihren Industrie-PC erhalten Sie Zubehör wie einfahrbare Schubladentastaturen, Wechselrahmen, Fingermäuse, sorgfältig geprüfte Spezialkabel, Prüfaufbauten, Industrienetzteile, Steckkarten, Filtermatten, Wechseldatenträger oder Eingabegeräte.