Hausschwamm

Hier findet Ihr hilfreiche Informationen und Erfahrungen zum Thema Hausschwamm.


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Klaus: Hallo, habe einige Fragen zum Hausschwamm. Vor ca. 5 Jahren haben wir unser Gebäude im Erdgeschoß saniert, dabei haben wir von Fachfirmen, teilweise neue Wände, Estrich, Bad, Küche, usw.einbauen lassen. Die Wohnung war vorher schon von einem älteren Ehepaar bewohnt, der Gewölbekeller war vor der Sanierung sehr feucht, in diesen Keller wurde uns eine neue Pellets Heizung eingebaut. Vor ca. einem 1/2 Jahr hatten wir Schimmelgeruch bei uns im Bad festgestellt, daraufhin wurden Fliesen im Bereich des Bodens usw. entfernt und festgestellt, dass die Holzschwellen im Bereich der Wände verfault waren, diese Schwellen wurden entfernt und durch ein Mauerwerk ersetzt. Da wir Undichtheiten im Bereich der Duschwanne an den Silikonfugen hatten, über das wohl schon längere Zeit beim Duschen Wasser in den Unterbau eingedrungen war, ging man davon aus, dass dies die Ursache für die faulen Schwellen war. Um die Feuchtigkeit aus dem Boden zu bekommen, hat eine Fachfirma im Gewölbekeller und im Bad, Trocknungsgeräte über längere Zeit aufgestellt. Nachdem nun alle Arbeiten erledigt waren, und die Trocknungsgeräte abgebaut waren, bildete sich im Keller nach kurzer Zeit ein großer schnellwachsender Pilz, der sich später nach einer Untersuchung als echter Hausschwamm herausstellte. Nun meine Fragen: -Ist es möglich dass durch die länger eindingende Feuchtichkeit der Dusche das Holz der neuen Wände durch den Pilz befallen wurde, da angeblich in jedem alten Kellergewölbe Pilze vorhanden sind und diese dadurch aktiv wurden? -Ist es möglich, da unter dem Fliesestrich mit Bodenheizung eine Folie verlegt wurde, sich hier ein Taupunkt entstand und der Pilz dadurch die Nahrung erhalten hatte? -Ist es möglich, dass durch die Trocknung im Keller der Pilz nach dem Abbau der Trocknungsgeräte jetzt explodierte? -wenn ja, in wie weit hat die Fachfirma für die Trocknung dann eine Mitschuld? -Ist es möglich, dass durch das Aufstellen der Heizung im offenen Keller vor 5 Jahren ein grundsätzliches Problem entsand? -hätte man das Problem vermeiden können, wenn man den kompletten Boden mit einer Schweißbahn versehen hätte, dies wäre aber auch nur in Teilbereichen möglich gewesen, da die alten Holzriegelwände erhalten blieben. Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuem. MFG Klaus

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Hausschwamm - Allgemeines

Der Hausschwamm gehört zu den Pilzarten, die sich im Holz ansiedeln und dieses auf Dauer vollständig zerstören können. Der Hausschwamm gehört des Weiteren zu den so genannten rein saprotrophen Pilzen, dies bedeutet, dass er sich ausschließlich in totem Holz wohl fühlt, er also nur verbautes Holz angreift. Auf frischem Holz ist er daher nicht zu finden.

Hausschwamm – Erkennen eines Befalls

Wurde Holz vom echten Hausschwamm einmal befallen, ist dies unter Umständen nicht immer gleich auf den ersten Blick erkennbar, da sich der Hausschwamm meist erst im Innern des Holzes ausbildet und dort in aller Ruhe austreiben kann. Dies deshalb, weil der Hausschwamm durch die ständige Luftumspülung, die an den äußeren Teilen der Holzbalken herrschen, nicht gedeihen kann. So können Sie einen Befall meist nur dann erkennen, wenn es teilweise schon zu spät ist, nämlich dann, wenn sich die Balken beispielsweise bereits rundrückig nach außen wölben oder bei Türzargen oder ähnlichem leichte Vorwölbungen zeigen, welche bereits schon ein Abplatzen der Farbe hervorgerufen haben. Hat sich der Hausschwamm bereits so weit vorgearbeitet, dass er vom Holzinnern bereits nach außen gewachsen ist, so können Sie diesen an seiner Farbe erkennen. Der Hausschwamm baut während seines Wachstums Zellulose ab, was als Abfallprodukt das Lignin hinterlässt. Dieses Lignin ist von brauner bis dunkelbrauner Farbe, welche auch manchmal als schmutziges Grau zu sehen ist.

Hausschwamm – Wachstumsvoraussetzungen/Bekämpfung

Welche Voraussetzungen genau gegeben sein müssen, damit der Hausschwamm sich ansiedeln und vor allem in aller Ruhe wachsen kann, ist nicht bekannt. Zwar wurde der Hausschwamm in zahlreichen Labors erfolgreich großgezogen und untersucht, doch herrschen dort immer gleich bleibende Bedingungen, die es beispielsweise in einem Haus, bei welchem Holzbalken als Dachkonstruktion dienen, nicht sein können. So ist man sich hier lediglich darüber einig, dass der Hausschwamm neben Feuchtigkeit, eine für ihn optimale Temperatur und totes Holz vorfinden muss. Ständige Luftumspülungen sind ihm unangenehm.

Haben Sie den Eindruck, dass sich bei Ihnen im Holz der Holzschwamm eingenistet hat, so sollten Sie umgehend einen Experten hinzuziehen und hier keinesfalls versuchen, den Hausschwamm selbst zu bekämpfen. Nur die Experten verfügen über das entsprechende Wissen und vor allem die Mittel, um versuchen zu können, die Holzkonstruktionen noch zu retten, was aber aufgrund dessen, dass der Hausschwamm in der Regel erst sehr spät entdeckt wird, nicht immer gelingt.

Hausschwamm - Meldepflicht

Da der Hausschwamm oftmals erst sehr spät erkannt wird, manchmal auch zu spät, stellt er eine große Gefährdung für die Gebäude und somit für die Menschen und Tiere dar. Die holzzerstörerische Wirkung des Hausschwamms hat schon einige Gebäude teilweise einstürzen, Balken einfach herabstürzen lassen und ähnliches. Die Gefahr geht also weniger von den Pilzsporen aus, als von seiner zerstörerischen Wirkung. Aus diesem Grund haben einige Bundesländer in Ihren Bauverordnungen eine Meldepflicht im Falle eines Befalls eines Hauses mit dem Hausschwamm eingeführt. Die Besitzer des Hauses sind dann verpflichtet, die Beseitigung Fachleuten zu übertragen, die diese gemäß der DIN Norm 68800, Teil 4 durchführen müssen.