Die Insel Náxos gehört zu den Ost-Kykladen. Náxos ist die größte Insel der Kykladen. Auf 428 qkm leben derzeit 18.000 Einwohner. Entgegen den anderen Inseln der Kykladen bietet euch Náxos in puncto Natur fast alles, was man sich wünschen kann: Alpen ähnliches Gebirge, schöne Traumstrände, verträumte Ortschaften, saftige Kräuterwiesen, herrliche Sanddünen. Antike Überreste von Bauwerken, byzantinische Kirchen und stille Altstädte, die Einen in die Zeit der Antike zurückversetzen können. Ob Actionurlaub, Kultur pur oder auch nur als Badeurlaubsziel, auf Náxos seit ihr richtig.
Allerdings ist nicht die gesamte Insel vom Tourismus abhängig. Die großen Hotels und Angebote für die Touristen beschränken sich auf das Gebiet zwischen Náxos-Stadt und Prigáki. Auf Besucher eingestellt ist auch das Dorf Apóllonas. Aufgrund des Wasserreichtums von Náxos kann es seine Böden fruchtbar halten und die Landwirtschaft als weitere Einnahmequelle erhalten.
Schon die Venezianer haben den Reichtum der Insel früh erkannt und haben Náxos im Jahr 1207 zum Stammsitz und zur Hauptinsel über alle Kykladen ernannt. Sehen könnt Ihr das heute noch und zwar an den auf der ganzen Insel verstreuten Wohntürmen, die die Venezianer damals erbauen ließen, die Pirgis.
Náxos gehört zu den wenigen Inseln der Kykladen, bei der man euch raten kann, ein Auto mit auf die Reise zu nehmen, denn die ganze Vielfalt der Natur könnt Ihr nur dann erleben, wenn Ihr die Insel kreuz und quer erkundet. Zudem sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht unbedingt den Wünschen der Touristen angepasst.
Náxos erreicht Ihr am besten per Schiff über die Route Páros - Piräus oder Rafina - Santoríni. Náxos hat aber auch einen Flughafen, sodass Ihr auch die Möglichkeit habt, von Athen aus Náxos anzufliegen.
In Apóllonas ist nicht unbedingt der Ort die Attraktion, sondern das, was im Steinbruch neben der Ortschaft liegt: eine halbfertige Marmorfigur. Sie ist ca. 10,5 m lang. Der Künstler hat sie bereits im 6. Jh. v. Chr. angefangen, aber - so die Vermutung - aufgrund Materialfehler nicht vollendet.
In diesem kleinen Dorf oberhalb der Tragéa-Ebene könnt Ihr vom Dorfplatz aus einen grandiosen Blick über die Ebene, das Meer und die Berge von Náxos genießen.
In der Nähe von Moní findet Ihr auf dem Weg nach Chalkí die Kirche Panagía Drossianí. Sie stammt aus dem 8. Jahrhundert und gehört somit zu den ältesten Kirchen Griechenlands. Sie steht übrigens mitten in einem Olivenhain und nicht auf dem Marktplatz. Wenn Ihr die Kirche verschlossen vorfinden solltet, so könnt Ihr einfach die Glocken läuten. Dann kommt die sogenannte Schlüsselverwahrerin und schließt euch die Kirche auf.
Die gleichnamige Hauptstadt von Náxos ist ein geschäftiges Städtchen, an deren Küstennähe sich viele Hotels, Cafes und Restaurants etabliert haben. Die Altstadt von Náxos-Stadt zieht sich vom Hafen an einem Hügel hoch und ist ein Ort der Stille, im Gegensatz zur Neustadt. In der Altstadt von Náxos findet Ihr an den Häusern, die sich an den engen, teils überbauten Gassen, entlang winden, teilweise sogar Wappen von Adelsfamilien aus Franken.
Vor der Stadt befindet sich eine kleine Insel, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Aber nicht das ist die Attraktion sondern das, was sich auf der kleinen Insel vor Náxos-Stadt befindet: das Portára. Das ist ein sehr großes Tor aus Marmor, das bereits weit her vom Meer aus sichtbar ist. Es gleicht einer Pforte, durch die man Náxos-Stadt betreten sollte.