Die Insel Mílos gehört zu den westlichen Kykladen. Mílos ist auf eine besondere Art und Weise einzigartig. Die 161 qkm große Insel ist wie Santoríni ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Unter Mílos jedoch brodeln noch heiße Lavaströme, die das darüber befindliche Wasser zum Kochen bringen. So sprudeln überall auf der Insel und auch teilweise an den Stränden heiße Thermalquellen oder auch nur heiße Wasserdämpfe aus dem Boden. An manchen Stellen kommen auch Schwefeldämpfe aus dem Boden, was ringsherum alles gelb verfärbt.
Die schönsten Strände von Mílos findet Ihr im Übrigen im Süden der Insel.
Da Mílos auch sehr viele Bodenschätze besitzt, wie beispielsweise Barit, Perlit, Alaun und Bims, werden diese heute noch im Tagebau abgebaut und exportiert. Die Spuren hiervon könnt Ihr auf der ganzen Insel finden. Die derzeit ca. 5.000 Einwohner leben gut hiervon.
Kunstinteressierte unter euch wissen bestimmt auch, dass die Venus von Milo hier auf Mílos gefunden wurde. Heute steht sie allerdings im Louvre in Paris.
Angefahren wird Mílos von den Fähren aus Piräus. Ankommen werdet Ihr dann im Hafen von Adámas. Ihr habt aber auch die Möglichkeit, Mílos mit dem Flugzeug zu erreichen, da es hier einen kleinen Flughafen gibt.
Der Archipel rund um Mílos gehört zu den Rückzugsgebieten der Mönchrobben, die vom Aussterben bedroht sind. Einige findige Geschäftsleute bieten Ausflugstouren per Boot zu diesen Gebieten an. Bitte denkt daran, dass die Tiere hierdurch empfindlich gestört werden und jedes Boot, das nicht dorthin fährt, einem Weibchen die Ruhe gibt, die es zur Aufzucht der Nachkommen dringend benötigt.
Der Ort selbst ist eher durchschnittlich, profitiert aber von seiner Funktion als Hafenstadt und von seiner Lage. In einer fast kreisrunden Bucht ist der Blick aufs Meer so, als ob man auf einen Binnensee sieht. Zwar sind hier die Touristen immer sehr willkommen und alles wartet auf die Besucher, doch der große Rummel bleibt bis jetzt aus.
Sehenswert in Adámas ist beispielsweise das Bergwerksmuseum von Mílos, das von der Jahrhunderte langen Tradition erzählt.
Bei der Kriche Ágios Charálambos findet Ihr ein sehr kunstvolles Mosaik aus Kieselsteinen vor dem freistehenden Glockenturm.
Pláka ist der Hauptort von Mílos. Es liegt an einem Hang und hat viele verwinkelte Gässchen, an denen sich eng an eng die schneeweißen Häuser drängen. Der Blick vom Platz vor der Kirche Panagía Korfiátissa auf das Meer ist bemerkenswert.
Wenn Ihr in Pláka seid, dann solltet Ihr euch auch das archäologische Museum anschauen. Hier gibt es viele Exponate zu bestaunen.
Nur wenige Minuten von Pláka entfernt liegt die antike Stadt von Mílos. Nicht nur für Kunstinteressierte ein Muss, denn hier wurde unter anderem auch die Venus von Mílos gefunden.