Die Insel Amorgós gehört zu den Kleinen Kykladen. Die fast 2000 Einwohner von Amorgós leben auf 120 qkm in teils versteckten Dörfern. Noch vor wenigen Jahren war eine eigene Stromversorgung auf der Insel eher noch eine Besonderheit.
Attraktion der Insel ist vor allem das Kloster Moni Chozoviótissas, das direkt an eine Felswand wie ein Nest gebaut wurde.
Aber auch der Taucherkultfilm „Im Rausch der Tiefe" hat Amorgós bekannt gemacht, bei welchem einige Szenen auf dem Eiland - hier besonders beim Kloster und der Hauptstadt von Amorgós der Chóra - gedreht wurden. Die Stille und die zwar karge, aber trotzdem schöne Natur der Insel üben eine seltene Faszination auf ihre Besucher aus.
Wenn Ihr nach Amorgós fahren wollt, dann könnt Ihr von Piräus oder der Nachbarinsel Náxos aus entweder den Hafen in Katápola oder in Ägíalia anlaufen. Im Sommer könnt Ihr Amorgós auch von Santoríni aus mit dem Schnellboot erreichen.
Die beiden Hafenstädte sind im Übrigen auch die Städte, in denen der Tourismus Fuß gefasst hat. Wenn Ihr lieber in den Dörfern im Inselinnern übernachten möchtet, so findet Ihr dort aber lediglich hier und da mal eine Familie, die ein Zimmer untervermietet. Hotels oder Pensionen gibt es hier größtenteils noch nicht.
Neben der kargen Schönheit der Inseln findet Ihr auf Amorgós noch schöne kleinere Badebuchten und Strände. Besonders schön ist der Strand bei Ägíalia.
Das Kloster von Amorgós wurde ungefähr im Jahr 800 gegründet. Die Architektur ist einzigartig in der Ägäis. Gestützt von zwei großen Pfeilern wurde das Kloster direkt in eine Nische unter einem Felsüberhang eingebaut. Meterdicke Mauer sollten damals die Mönche vor den Piraten beschützen, was allerdings nicht immer gelang.
Warum gerade hier das Kloster gebaut wurde, darüber gibt es mehrere Legende. Jedoch spielte bei jeder eine Ikone der Heiligen Jungfrau eine Rolle, die den Weg bzw. die Stelle gewiesen hat, wo das Kloster von Amorgós gebaut werden sollte. Die Ikone sowie ein Nagel, der hier ebenfalls wegweisend gewesen sein soll, werden heute noch in der Klosterkapelle aufbewahrt.
Früher gehörten dem Kloster zahlreiche Ländereien und es galt als das reichste Kloster der Kykladen. Doch als die Mönche 1952 vom griechischen Staat enteignet und die Grundstücke den Gemeinden von Amorgós übertragen wurden, war auch der Reichtum schnell vergessen. Heute leben gerade noch etwa ein Dutzend Mönche im Kloster.
Das Kloster kann zwar besichtigt werden, aber selbstverständlich nur eingeschränkt. Übrigens nicht vergessen: Männer werden nur mit langen Hosen und Frauen nur mit Röcken hereingelassen, die über das Knie gehen. Hosen darf Sie nicht tragen!
In einer tiefen Bucht liegt die Hafenstadt Katápola.
Die Einwohner sind hier gut auf die Touristen vorbereitet. Hier findet Ihr neben einer schönen Promenade, einige Tavernen, in den Ihr den Abend ausklingen lassen könnt. Aber auch optisch hat Katápola seinen Gästen was zu bieten, denn auch hier findet Ihr die für die Kykladen typische Architektur mit den kleinen weißgekalkten Häusern und den engen Gassen. Am Hafen sitzen die Fischer und flicken ihre Netze, um damit am nächsten Tag wieder mit ihren Booten hinausfahren zu können. Eine Atmosphäre, die schnell auch auf die Besucher überspringt.
Die Hauptstadt von Amorgós liegt hoch oben an einem Bergkamm. Enge Gassen, kleine weißgekalkte Häuser, hier und da immer mal wieder eine kleine Kirche oder Kapelle. Die Chóra ist ein hübsches Städtchen, deren Einwohner es sehr gut verstanden haben, die alten Häuser, von denen teilweise nur noch Ruinen vorhanden sind, entweder geschickt mit zu verbauen oder aber schön zu umbauen. Da die Chóra für Autos komplett gesperrt ist, könnt Ihr hier ungestört bummeln und auch einmal die abseits der Hauptstraße liegenden Gassen erkunden.
Hier findet Ihr den schönsten und längsten Sandstrand der Insel. Nordwestlich vom Strand selbst gibt es noch weitere kleinere Strände und auch teils gut versteckte Buchten.
Ägiáli ist auf die Touristen sehr gut eingestellt. Abends könnt Ihr in Discotheken abtanzen und in den Bars die Nacht zum Tag machen.