Ein gesunder Knorpel besteht aus etwa 70 % Wasser. Dieses Wasser dient als Grundlage für die Elastizität des Knorpels und um Stöße abzufedern. Wichtige Bestandteile des Knorpels sind zudem Proteine, sog. "Proteoglykane" und Collagen. Proteoglykane können das Mehrfache ihres Eigengewichtes an Wasser binden. Sie sind wie ein Seil, das sich durch das Bindegewebe zieht und speichern Wasser bzw. transportieren dieses in den Knorpel. Collagen schmiert und ernährt. Wenn das Seil schwach wird und “leckt”, weil der Knorpel beschädigt wurde, verliert das Collagen seine Nahrung. Der Knorpel trocknet aus, er wird rissig und kann schließlich völlig abgenützt werden.
Grundsätzlich sind Knorpel regenerationsfähig. Voraussetzung dafür ist, dass die benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Glucosaminsulfat kann den Regenerationsprozess unterstützen, indem es die Bildung neuen Knorpelgewebes anregt. Zudem stärkt Glucosaminsulfat die Collagenfasern und kann dadurch dazu beitragen, eine weitere Knorpelzerstörung aufzuhalten. Glucosaminsulfat verbindet das Glucosamin mit dem Salz der Schwefelsäure. Diese Verbindung ermöglicht es, dass die Nährstoffe vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden können. So wird die Produktion der Proteoglykane (Proteine) gefördert, die das Wasser im Knorpel speichern.
Man geht davon aus, dass sich ab einem Alter von 40 Jahren die Knorpel in unseren Gelenken schneller ab-, als aufbauen. Auch bei großer sportlicher Belastung oder im Alter kann der Körper den Knorpelaufbau nicht mehr ausreichend unterstützen. Hier kann die Einnahme von Glucosaminsulfat vorbeugen und für dauerhafte Mobilität und Bewegungsfreiheit sorgen. Glucosaminsulfat führt insgesamt zu einer Regulierung des Gleichgewichtes von Knorpelauf- und Knorpelabbau und hemmt damit den Verschleiß des Knorpelgewebes. Es gibt bereits viele Nahrungsergänzungsmittel mit dem Wirkstoff Glucosaminsulfat auf dem Markt. Sie sollten jedoch vor einer Selbstmedikation auf jeden Fall den Rat Ihres Arztes einholen.
Arthrose beginnt mit einem Knorpelschaden. Durch die Abnutzung des Knorpels wird nach und nach der Knochen, der unter dem Knorpel liegt, angegriffen. Dies führt zu starken Schmerzen und einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Glucosaminsulfat kann nicht nur die Knorpelproduktion stimulieren, sondern kann auch bei Gelenkschmerz und Entzündungen eingesetzt werden. In einzelnen Studien wurde eine symptomlindernde Wirkung von Glucosaminsulfat gezeigt. Mit Glucosaminsulfat werden für den Knorpelabbau verantwortliche Enzyme und Zytokine in ihrer Auswirkung geschwächt. So lassen sich offensichtlich auch Arthroseprozesse am Knorpel hemmen. Obwohl die Wirksamkeit von Glucosaminsulfat noch umstritten ist, zeigen erste Studien eine Besserung der Beweglichkeit der Gelenke. Patienten berichten von einem Rückgang der Schmerzen und einem Abschwellen der Gelenke.
Oft tritt die Wirkung von Glucosaminsulfat erst nach einer längeren Einnahmezeit ein. Eine Besserung kann aber über Monate anhalten. Die Wirksamkeit ist individuell verschieden. Die besten Erfolge mit Glucosaminsulfat wurden bisher im Bereich des Kniegelenks nachgewiesen.