Ein Instrument zu spielen, ist ein wunderbares Hobby. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Gitarre spielen zu lernen, sollten Sie sich vorher informieren, welche unterschiedlichen Gitarrenarten es gibt und wie Sie am besten zu einem befriedigenden Lernerfolg kommen, damit Sie auch wirklich Spaß an der Sache haben.
Ein wichtiger Unterschied bei den Gitarren ist bedingt durch die zwei verschiedenen Arten der Saiten: Nylonsaiten und Stahlsaiten. Wander- und Konzertgitarren sind in der Regel mit Nylonsaiten bespannt, Western-, Jazz- und E-Gitarren mit Stahlsaiten. Standardmäßig haben Gitarren 6 Saiten, aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel Westerngitarren mit 12 Saiten. Stahlseiten bestehen meistens aus Metalllegierungen. Die Saiten bestimmen den Grundklang der Gitarre, und das richtige Aufziehen und Stimmen der Saiten muss gut geübt sein. Verstärkt wird der Saitenklang durch den Korpus (Klangkörper), der sich in der Form und Größe von Gitarre zu Gitarre unterscheidet, ebenso wie der Gitarrenhals und das Griffbrett.
Bei den Gitarren selbst wird in mehrere Kategorien aufgeteilt: akustische Gitarren, halbakustische Gitarren und elektronische Gitarren. Zu den akustischen Gitarren gehören die Wandergitarren, Konzertgitarren, Flamencogitarren und Westerngitarren, zu den halbakustischen Gitarren die Jazzgitarren mit zusätzlich integriertem Tonabnehmer oder Mikrofon. Elektronische Gitarren besitzen im Gegensatz zu den anderen Gitarrenarten keinen Resonanzkörper.
Die Qualität und der Klang einer Gitarre hängen nicht zuletzt auch vom verwendeten Holz, der Verarbeitung und der Herstellungsweise ab. Voll- und halbprofessionelle Gitarristen lassen ihre Gitarren aus besonders hochwertigem Holz und von besonders ausgebildeten Gitarrenbaumeistern herstellen.
Gitarren-Neulinge sind aufgrund der vielen verschiedenen Gitarrenarten oftmals unschlüssig, welche für den Anfang die richtige ist. Hier empfehlen sich 6-saitige Konzert-, Western- oder Wandergitarren mit reinen Nylonsaiten, da sich diese am leichtesten spielen lassen. Letztere sind preislich am günstigsten, da sie zum Teil aus Sperrholz hergestellt werden – alternativ dazu gibt es aber auch sehr preiswerte Import-Gitarren aus Echtholz.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das Gitarrespielen für Sie ein dauerhaftes Hobby werden wird, sollten Sie sich anfangs nicht sofort eine teure Qualitätsgitarre anschaffen. Dafür ist später immer noch Zeit, wenn Sie wissen, wie Sie mit der Gitarrenspieltechnik zurechtkommen und welche Musikrichtung und Spielart Ihnen am meisten liegt. Und auch wenn Sie ein ambitionierter Rockmusiker sind und für Sie die E-Gitarre das einzig Wahre ist – befassen Sie als Erstes mit den Grundlagen auf einer klassischen akustischen Gitarre.
Welche Methode des Lernens für Sie die richtige ist, kommt letztendlich ganz auf Sie persönlich an. Wenn Sie bereits Erfahrungen mit dem autodidaktischen Lernen haben oder es auch einfach einmal ausprobieren möchten, können Sie im Handel oder auch im Internet komplette Gitarrenspiel-Sets erwerben mit Gitarre, Zubehör (z.B. Ersatzsaiten, Fingerpicks, Tasche) und einer Gitarrenspiel-Lernsoftware. Natürlich können Sie sich auch die Software separat kaufen, oder ein gutes Lehrbuch mit beigelegter CD oder DVD. Es funktioniert sogar nur mit Ihrer Gitarre vor dem PC (vorausgesetzt, Sie haben einen eigenen Internetanschluss) – einige Internetseiten bieten Ihnen kostenlos einen kompletten Online-Gitarrenkurs mit ausführlichen Beschreibungen, Abbildungen und Beispiel-Sounddateien an.
Wenn Sie doch lieber in Gesellschaft und unter Anleitung eines Lehrers lernen möchten, dann suchen Sie sich eine Musikschule in Ihrer Nähe – oder buchen Sie für Ihren nächsten Kurzurlaub einen Workshop für Anfänger.