Trotz dem Einzug neuer Heizungssysteme, die die Solartechnik nutzen oder auch die Erdwärme, ist der Markt weiterhin von zwei Heizanlagen beherrscht: der Ölheizung sowie der Gasheizung. Die Gasheizungen selbst werden aber immer mehr in Kombination mit einem Heizsystem eingesetzt, welche die natürlichen Energiequellen nutzen.
Die Gasheizung hat gegenüber der Ölheizung einige Vorteile. So ist der Betrieb einer Heizung mit Gas umweltfreundlicher, da dieses sauberer als Öl verbrennt und somit eine geringere Belastung während seines Betriebes darstellt. Umfangreiche Aufbauten wie spezielle Abluftsysteme und Schornsteine können teilweise sogar entfallen, da in manchen Fällen lediglich ein Abluftrohr nach draußen führen muss, um die entstehenden Abgase auszuleiten. Da Gas direkt aus einer Versorgungsleitung entnommen wird, entfallen hier ebenfalls Kosten für eine aufwendige Lagerhaltung wie Öltanks, etc. Es wird lediglich das berechnet, was wirklich auch verbraucht wird. Die Anschaffungs und Montagekosten für eine Gasheizung sind hier also wesentlich geringer als für eine Ölheizung.
Bei den laufenden Betriebskosten bzw. den Kosten für das verwendete Gas sind Sie von Ihrem Versorgungsunternehmen abhängig, da Sie das Gas ausschließlich dort beziehen können. Die Wahl, wie beim Stromversorger, haben Sie hier noch nicht. Ist der Gaspreis gerade gesunken, können Sie sich hier keinen Vorrat zulegen, um in Zukunft Kosten einsparen zu können.
Gas unterliegt hohen Sicherheitsstandards. Demzufolge dürfen sämtliche Arbeiten an einer Gastherme oder an den daran angeschlossenen Leitungen ausschließlich autorisierte Personen vornehmen. Diese müssen hierfür spezielle Konzessionen vorweisen können, um hier die Sicherheit der Benutzer von Gasheizungen immer gewährleisten zu können.
Gasheizung sind in der Regel sehr viel kleiner als Ölheizungen und sind deshalb bestens dafür geeignet, um beispielsweise Altbau-Wohnungen mit Gas-Thermen nachzurüsten und hier vollwertige Zentralheizungen zu installieren. Viele Geräte sind so konzipiert, dass diese direkt an einer Wand befestigt werden können und so auch in kleinste Räume integriert werden können. Spezielle Räume für das Aufstellen von Heizkesseln müssen hier nicht zur Verfügung gestellt werden.
Am 1.11.2004 ist die neue Energiesparverordnung in Kraft getreten. Diese sagt aus, dass sämtliche Öl- und Gasheizkessel bis zum 31.12.2006 ausgetauscht und außer Betrieb genommen werden müssen, die vor dem Jahr 1978 eingebaut wurden. Hintergrund ist der, dass diese den strengen Abgasverlustwerten der neuen Verordnung bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr standhalten können. Diese älteren Modelle müssen durch Niedrigtemperaturheizungen oder Brennwertgeräte ersetzt werden.