Toscolano-Maderno liegt am Westufer direkt am Gardasee. Bei Toscolano-Maderno handelt es sich eigentlich um zwei ehemals getrennte Städte, die heute allerdings zusammengewachsen sind. Deshalb haben sich die Stadtherren von Tosolano und Maderno entschlossen, nicht nur den Bindestrich zwischen die Städtenamen zu tun, sondern sich auch politisch zu einigen.
Getrennt werden die beiden Stadtteile von Toscolano-Maderno mit ihren nun insgesamt ca. 7.000 Einwohnern nur noch durch den gleichnamigen Bach Toscolano, der sich bis hierher durch die Berge schlängelt, um hier in den See zu münden. Die beiden Städte haben unterschiedliche Vergangenheiten, sodass die Touristen eher den Weg nach Maderno finden, das bereits im 15. Jahrhundert einmal ein bedeutender Regierungssitz war. Entsprechend seiner damaligen Bedeutung findet Ihr in diesem Stadtteil von Toscolano-Maderno schöne Palazzi, prächtige Kirchen und einen historischen Altstadtkern, der zum Bummeln einlädt. In dem Stadtteil Toscolano hat sich schon früh Industrie angesiedelt, so eine heute noch bedeutende Papierfabrik mit ihren Papiermühlen, die bereits im 15. Jahrhundert in Betrieb war. Zum Einkaufen jedoch ist dieser Teil von Toscolano-Maderno eher zu empfehlen, da Ihr hier auch mehr Auswahl vorfindet. Neben den Dingen des täglichen Leben, wie Ihr sie beispielsweise als Camper benötigt, findet Ihr dort auch schöne Läden mit italienischer Mode und Schuhen. Baden könnt Ihr bei allen beiden Stadtteilen. Toscolano sowie Maderno besitzen jeweils ihre eigenen Kiesstrände. Beachten solltet Ihr aber, dass der Gardasee hier schnell tief abfällt. Also nicht unbedingt der Badestrand, der auch für kleine Kinder geeignet ist. In Toscolano findet Ihr neben der Kirche eine Ausgrabungsstätte, bei der jedoch noch nicht alles ans Tageslicht gelangt ist. Die damalige römische Siedlung mit dem Namen Banacum soll im Jahr 243 n. Chr. bei einem Bergrutsch völlig verschüttet worden sein. Erst 1967 wurden Teile der Siedlung entdeckt und nur ein geringer Teil davon ausgegraben. Ansehen solltet Ihr euch die schönen Mosaiken aber trotzdem. Diese Kirche mit ihrer auffallenden Außenfassade findet Ihr im Orteilsteil Maderno. Sie wurde aus drei verschiedenen Steinarten erbaut, die bunt gemischt ein Bild aus grau, weiß und rötlich ergibt. Aber nicht nur das, auch die Steinmetzarbeiten sind sehr interessant. So ragt über dem Portal ein sechsfacher Halbbogen heraus, der mit Früchten, Löwen, Adlern, Fabelwesen, Ornamenten und Blättern verziert ist. Auch das Innere der Kirche ist sehr interessant und beeindruckend.Römische Ausgrabung
Sant'Andrea Apostolo