Die Führung von Mitarbeitern ist ein umfassender Bereich, in dem zwischenmenschliche Beziehungen, Hierarchien und fachliche Aufgaben gleichermaßen eine Rolle spielen. Allerdings hat Führung im Unternehmen immer ein bestimmtes Ziel im Visier. Die Kunst ist, die Mitarbeiter im Sinne dieses Zieles zu führen. Da die Fähigkeit hierzu niemandem in die Wiege gelegt wurde, kann ein Führungstraining eine wichtige Hilfestellung bieten.
Ein Führungstraining läuft niemals ohne theoretischen Hintergrund ab. Meist berücksichtigt ein Führungstraining zumindest implizit das Wissen um folgende Führungsstile: Der hierarchische oder autoritäre Führungsstil beinhaltet, dass der Vorgesetzte alle Entscheidungen trifft, die von den Mitarbeitern umzusetzen sind. Das andere Extrem ist der Laissez-faire-Stil. Bei diesem Führungsstil werden den Mitarbeitern zwar die meisten Freiheiten eingeräumt, es ist aber fraglich, ob die eigenständige Arbeit vieler Mitarbeiter wieder zu einer sinnvollen Gesamtleistung zusammengeführt werden kann. Ist der Führungsstil hingegen kooperativ, dann werden die Mitarbeiter in Entscheidungen einbezogen und können ihre Fähigkeiten stärker einbringen. Hier werden nicht nur Aufgaben, sondern auch die Verantwortung für diese Aufgaben übertragen. Auch wenn ein Führungstraining sich nicht an diesem Schema orientiert, schwingen die verschiedenen Richtungen doch immer mit.
Diese grundsätzlichen Richtungen lassen sich aus vielen Perspektiven ergänzen. Zum Beispiel durch den gruppenbezogenen Führungsstil, bei dem davon ausgegangen wird, dass jedes Gruppenmitglied seiner Person und Leistung entsprechend behandelt werden muss. Oder aber durch einen situationsbezogenen Führungsstil. Hier wird davon ausgegangen, dass die Art der Führung vor allem der Situation angemessen sein muss. All dies wird sich auch im Führungstraining niederschlagen.
Ein Führungstraining soll zwar die vielfältigen theoretischen Hintergründe berücksichtigen und die Teilnehmer am Führungstraining zumindest überblicksweise über die Theorien informieren. Doch sollten bei einem guten Führungstraining praktische Anforderungen und Übungen im Vordergrund stehen. Da üblicherweise nur der Vorgesetzte an einem Führungstraining teilnimmt, ist es natürlich nachvollziehbar, dass im Führungstraining bei seinem Führungsverhalten angesetzt wird.
Das hat zur Folge, dass die Teilnehmer an einem Führungstraining sich auch Gedanken über eigenes Verhalten und über die Strukturen machen müssen, in denen sie sich im Berufsalltag bewegen. Im Führungstraining sollte deshalb ein entspanntes Klima herrschen, in dem die Teilnehmer am Führungstraining sich wohl fühlen.
Vielfach orientiert sich das Führungstraining an den Erfahrungen und Kenntnissen der Erlebnispädagogik: Im Führungstraining werden dann Situationen geschaffen, die vom Teilnehmer am Führungstraining ähnliche Fähigkeiten wie seine Rolle als Führungskraft verlangen. Außerhalb des normalen Tätigkeitsrahmens wird im Führungstraining den Teilnehmern dann die Möglichkeit geboten, neue Erfahrungen zu sammeln und so viel für den beruflichen Alltag zu lernen. Auch der Transfer aus dem Führungstraining in den Alltag sollte begleitet werden.
Ein außergewöhnliches Beispiel für ein Führungstraining ist das Führungstraining mit dem Medium Pferd, in dem unter Berücksichtigung der Körpersprache den Teilnehmern am Führungstraining ermöglicht wird, ihre so genannten natürlichen Eigenschaften als Führungsperson kennen zu lernen.
Führungstraining wird von vielen Instituten, Unternehmensberatungen und Weiterbildungsorganisationen angeboten. Informieren Sie sich im Internet oder durch geeignete Literatur über die verschiedenen Formen, in denen Führungstraining angeboten wird und suchen Sie sich dann die passenden Anbieter für ihr Führungstraining heraus. Und nutzen Sie die angegebenen Referenzen zur Nachfrage, wie das Führungstraining in der Praxis bewertet wird.