Feuchtigkeit ist elektrisch leitfähig, daher beruht das Arbeitsprinzip eines Feuchtigkeitsmessers (auch Hygrometer genannt) auf der Messung der elektrischen Leitfähigkeit. Feuchtigkeit kann zu erheblichen Schäden in porösen Baustoffen wie Beton, Ziegel, Mörtel oder Sandstein führen. Beispielsweise kann der Stahl im Beton rosten, wenn Wasser in den Stahlbeton eintritt, außerdem kann es an der Betonoberfläche durch Volumenerweiterung zu Rissen und Abplatzungen kommen. Die Messung mit einem Feuchtigkeitsmesser ist hier wichtig, da solche Schäden bis zu einem Verlust der Tragfähigkeit eines Bauteils führen können. Durch spezielle Feuchtigkeitsmesser ist es möglich Feuchte innerhalb von z.B. Mauerwerk zu messen. Bei der Feuchtigkeitsmessung der relativen Feuchte von Materialien, und Baustoffen zeigen Feuchtigkeitsmesser die Feuchtigkeitsbereiche an. Für den privaten Gebrauch sind elektronische und mechanische Feuchtigkeitsmesser im Handel erhältlich.
Ein preisgünstiges Verfahren um die Feuchtigkeit in Materialien zerstörungsfrei zu bestimmen ist das Messprinzip mit einem kapazitiven Feuchtigkeitsmesser. Hierbei wird ein hochfrequentes elektrisches Feld zwischen den 2 Elektroden eines aufgeklappten Plattenkondensators erzeugt. das zu messende Material wird von diesem Feld zerstörungsfrei durchdrungen. Die Kapazität des zu wählenden Kondensators hängt von der Materialkonstanten (Dielektrizitätskonstante = DK) des Stoffes zwischen den Platten ab. Diese ist bei z.B. Wasser sehr hoch (DK = 80) im Vergleich z.B. zu Luft (DK = 1). So lässt sich der Wassergehalt eines feuchten Bauteils durch Bestimmung der Dielektrizitätskonstanten des Materials ermitteln.
Induktives Messverfahren (auch Mikrowellen Messverfahren genannt) gehört zu den dielektrischen Messverfahren. Es wird der Unterschied der Dielektrizitätskonstante (DK) von Wasser und der des Baustoffes ermittelt. Kleine Wassermengen lassen sich wegen des großen Unterschiedes zwischen diesen beiden Werten bereits sehr gut detektieren. Mobile Feuchtigkeitsmesser arbeiten nach diesem Messprinzip, so dass sich der Wassergehalt der meisten Materialien zerstörungsfrei bestimmen lässt. Die materialspezifische Kalibrierung macht eine reproduzierbare Feuchtigkeitsmessung in Masse-% möglich. Das zerstörungsfreie- und saubere Verfahren ermöglicht sowohl die Volumenmessung bis zu einer Tiefe von 30 cm oder auch nur direkt an der Oberfläche. Eine wesentliche Erleichterung in der Bauwerksdiagnosik stellt insbesondere die Messung im Volumen dar, da über die Hälfte aller Feuchtigkeitsschäden an der Oberfläche zwar sichtbar ist, aber den Schaden in der Tiefe anrichtet. Darüber Aufschluss aus welcher Richtung die Feuchtigkeit in die Wand eintritt, gibt dagegen fast immer die Feuchteverteilung im Inneren des Materials. Auch die Geschwindigkeit des Feuchtemesser-Verfahrens ist für die Praxis entscheidend. Die in Echtzeit ermittelten Messwerte werden sofort vom Feuchtigkeitsmesser angezeigt.
Die Einsatzbereiche von Feuchtigkeitsmessern sind sehr vielfältig, sie werden z.B. eingesetzt: