Wenn Produkte angefertigt werden, entstehen bei den meisten Arbeitsschritten eine Erhebung oder scharfe Kante, an der man sich verletzen kann. Diese Kante nennt man auch einen Grat. Ein Grat entsteht z.B. nach dem Sägen, an der Kante der Schnittfläche und bei Gussteilen, an der Naht, wo zwei Formteile zusammengesetzt wurden. Dieser Grat muss entfernt werden, damit die Teile passgenau zusammengeführt werden können. Es gibt aber auch sicherheitsspezifische Gründe, für das Entgraten. Um einen Grat zu entfernen, wendet man verschiedene Techniken an. Der Begriff Entgraten wird meist in metallverarbeitenden Betrieben genutzt, kann aber auch für alle anderen Materialien angewendet werden. Wenn sich durch das Entgraten eine schräge Kante bildet, nennt man dies eine Fase. Dadurch wird garantiert, dass die Kante nicht spitzt ist und somit besser vor Verletzungen schützt.
Beim Entgraten gibt es verschieden Techniken, die je nach Material angewendet werden. Wenn Sie in einem metallverarbeitenden Betrieb arbeiten, werden Sie andere Maschinen zum Entgraten vorfinden, als z.B. in einem Betrieb, wo Holz oder Plastik verarbeitet wird. Um einen kleinen Überblick über die Techniken beim Entgraten zu bekommen, sind hier die meisten aufgezählt und die Bekanntesten werden beschrieben.
Wenn Sie von Hand entgraten, ist die Aufwirbelung von Staubpartikeln nicht sehr groß und kann ohne Schutz vollzogen werden. Beim Entgraten mit Maschinen, sollten Sie die vorgeschriebene Schutzkleidung tragen. Dies kann entweder ein Mund- und Augenschutz sein, aber auch Handschuhe und Ohrenschutz. Wie stark und in welcher Form Objekt entgratet werden müssen, wird nach DIN 6784 geregelt und sollte in jedem Fall eingehalten werden.