Gebrauchtdruckmaschinen und Anlagen werden eingesetzt für die Druckindustrie, Buchherstellung, Papier- oder Kartonageherstellung und Veredelung, für die Verpackungsindustrie (Papier, Pappe, Plast) und Maschinen für die Herstellung von hygienischen Produkten. Eine Druckmaschine dient in der Regel zur automatisierten Aufbringung von Druckfarben auf unterschiedlichsten Materialien. Zu unterscheiden bei diesen Maschinen unter druckformgebundene (Offsetdruck, Siebdruck, Hochdruck und Tiefduck) und druckformlose (Digitaldruck) Druckverfahren. Weiterhin differenziert man zwischen Bogen- und Rollendruck sowie der Formatklasse.
Siebdruckmaschinen:
Die Siebdruckmaschine hat vielfältige Anwendungen. Mit ihr können die unterschiedlichsten Druckmaterialien mit den unterschiedlichsten Farben verwendet werden. Genau genommen ist der Siebdruck kein Durchdruckverfahren, sondern ein Schablonenverfahren. Das Druckprinzip besteht darin, dass Farbe auf ein Sieb geschüttet und mit einer Rakel (ein messerartig geschliffenes Stahlband) verteilt wird. Das Motiv entsteht, da das Sieb nicht überall die Farbe hindurchlässt, sondern beispielsweise durch Siebdruckschablonen oder lichtempfindliche Lacke an bestimmten Stellen undurchlässig ist. Die Technik eignet sich besonders für große Formate und für farbigen Flächendruck. Siebdruckmaschinen werden in der Serien- und Einzelproduktion zum Bedrucken von Papier, starren Kunststoffen, Holz, Metall, Textilien und andere problematische Materialien verwendet.
Offsetdruckmaschinen:
Offsetdruck ist ein qualitativ hochwertiges Flachdruckverfahren, bei dem von einer Druckplatte über ein Gummituch als Zwischenträger auf den Bedruckstoff indirekt gedruckt wird. Er ist das heute am meisten verbreitete Druckverfahren. Die Palette dieser verfügbaren Druckmaschinen reicht von kleinen Maschinen für den einfachen, einfarbigen Schnell- oder Sofortdruck in kleinen Auflagen im DIN-A4-Format bis hin zu Profimaschinen mit sechs Druckwerken und einem Druckformat von 1200 mal 1600 Millimeter für den anspruchsvollen Druck von vielfarbigen Akzidenzen und Verpackungen. Für jeden Produktionszweig gibt es Bogen- und Rollenoffsetmaschinen in der passenden Ausstattung und Maschinenkonfiguration. Bei Bogenoffsetmaschinen wird der Bedruckstoff in Form von Einzelblättern, bei Rollenoffsetmaschinen in Form von Rollen zugeführt.
Hochdruckmaschinen:
Bei allen Hochdruckverfahren liegen die zu druckenden Elemente (Texte, Bilder, Grafiken) höher als alle Flächen einer Druckseite, die nicht bedruckt werden sollen. Die auf gleicher Höhe liegenden zu druckenden Elemente der Druckform werden eingefärbt; sie übertragen die Druckfarbe auf das Papier. Eingesetzt werden solche Druckmaschinen zum Bedrucken von Papier, Folien, Metallpapieren, Verbundmaterialien und auch Wellpappe.
Tiefdruckmaschinen:
Beim Tiefdruckverfahren liegen die druckenden Flächen vertieft in der Druckform. Die druckenden Flächen sind mit Stegen in kleine Näpfchen unterteilt. Je tiefer ein Näpfchen ist, desto intensiver wird der Farbauftrag. Der Tiefdruck ist ein relativ teures Druckverfahren, das sich erst ab einer hohen Auflage lohnt. Heute werden hauptsächlich Illustrierten und Magazine mit diesen Maschinen hergestellt.
Digitaldruckmaschinen
Hier wird der gesamte Druckprozess digital, also vom Computer gesteuert. Das Prinzip einer Digitaldruckmaschine entspricht dem eines konventionellen Laserdruckers, wie er aus dem Büro- oder Heimarbeitsbereich bekannt ist. Der Vorteil der Digitaldruckmaschinen liegt im Wesentlichen in dem Entfall der gesamten Druckvorstufe. Bei herkömmlichen Druckverfahren fallen hier aufgrund umfangreicher Rüstzeiten bedeutende Kosten an.
Die von der gebrauchten Druckmaschine geforderte Druckqualität wird vor dem Kauf oftmals nur anhand eines Auftrages oder Testdrucks durch den Maschinenhersteller bzw. Käufer aufgenommen. Wenn dann Unstimmigkeiten bezüglich der Druckqualität auftreten, fehlt jegliche vertragliche Basis, um die Situation objektiv zu bereinigen. Eine Möglichkeit ganz sicher zu gehen ist eine neutrale Abnahme von Druckmaschinen, eine exakt durchgeführte Maschinenabnahme bei der Anschaffung durch eine unabhängige Institution. Bei einer Maschinenabnahme werden grundsätzlich die vertraglich festgelegten Leistungsparameter der Druckmaschine überprüft. Die Bewertung der Druckmaschine erfolgt nach anerkannten Richtlinien.
Kaufangebote erhält man auf Datenbanken (weltweit) für gebrauchte Maschinen im Internet. Sie bieten einen optimalen Preisvergleich und eine umfangreiche Auswahl auch im Bereich von Sonderausführungen. Weiter bieten spezielle Unternehmen die fachgerechte Montage und Demontage von diesen Maschinen einschl. ihres Transportes an.