Doppelstegplatten sind billiger als eine Isolierverglasung. Außerdem müssen die Doppelstegplatten nicht so oft gereinigt werden und sie verteilen das Licht gleichmäßiger. Allerdings kann man durch Doppelstegplatten nicht klar durchsehen und sie dämmen Geräusche nicht sehr gut (vor allem wichtig bei Konstruktionen für den Wohnbereich). Im Gegensatz zu Isolierglas lassen Doppelstegplatten UV-Licht durch.
Doppelstegplatten sind zwar sehr stabil; auftretende Belastungen durch Wind oder Schnee müssen jedoch auch von der Unterkonstruktion getragen werden. Wenn Sie Holz für die Unterkonstruktion der Doppelstegplatten verwenden, nehmen Sie am besten verwindungsfreies Holz (z.B. Holzleimbinder/ Brettschichtholz). Lassen Sie den Anstrich der Unterkonstruktion vor dem Verlegen der Doppelstegplatten gut auslüften.
Sonnenstrahlung heizt dunkle Gegenstände auf. Unter einer Verglasung kann so ein Hitzestau entstehen, der Materialspannungen verursacht. Deshalb sollten alle Oberflächen, die zur Doppelstegplatte hin gewandt sind, weiß (Außen-Dispersionsfarbe) oder reflektierend (Alu- Folie) sein. Verlegeprofile, besonders deren Oberprofile, sollten ebenfalls hell sein (blankes Aluminium, weißes Hart-PVC). Kritisch sind nachdunkelnde Werkstoffe, wie z. B. Kupfer. Vermeiden Sie schwarze Gummideckleisten, ansonsten können sich in den Doppelstegplatten durch den Hitzestau Risse bilden.
Bitte prüfen Sie, ob alle in Kontakt kommenden Farben, Dichtungsmittel und Profile mit dem Material der Doppelstegplatten verträglich sind. Zu den Stoffen, die Doppelstegplatten beschädigen, gehören Weich-PVC, Imprägniermittel, lösungsmittelhaltige Farben und Insektensprays.
Wählen Sie für ein Dach aus Doppelstegplatten eine Dachneigung von mindestens fünf Grad, das entspricht neun Zentimetern Gefälle pro Meter. Je größer das Gefälle ist, desto besser ist auch der Selbstreinigungseffekt, der Schmutzränder an der Stirnseite verhindert und ein Reinigen von Hand weitgehend überflüssig macht.
Doppelstegplatten dehnen sich bei Wärme und Feuchtigkeit aus und ziehen sich bei Kälte und Trockenheit zusammen. Berechnen Sie die Längen der Doppelstegplatten so, dass die Doppelstegplatten einerseits bei Kälte nicht aus dem Anschlussprofil herausrutschen und sich andererseits bei warmer Witterung ungehindert ausdehnen können.
Durch Haftreibungen an den Klemmverbindungen können die Ausdehnungsbewegungen der Doppelstegplatten ruckartig frei werden und dabei Knackgeräusche verursachen. Verlegesysteme, die die Doppelstegplatten in geeigneten Dichtungen einfassen, reduzieren diese Geräuschbelästigung. Ausdehnungsgeräusche können aber auch von anderen Bauteilen der Konstruktion stammen. Vermeiden Sie deshalb allgemein einen zu engen Kontakt von Werkstoffen unterschiedlicher Beschaffenheit und damit unterschiedlicher Ausdehnung.
Zum Sägen eignen sich am besten hochtourige Kreissägen (Schnittgeschwindigkeit ca. 50 m/sec). Ideal ist ein ungeschränktes Vielzahnsägeblatt mit Hartmetallschneiden. Für Kurvenschnitte und Eckaussparungen (vorher ein Loch als Eckabrundung bohren) sind auch Stichsägen (Pendelhub abschalten!), Laub- und kleine Bügelsägen geeignet. Entfernen Sie die Schutzfolie der Doppelstegplatten erst nach dem Zuschnitt.
Besonders saubere Schnittkanten bekommen Sie, wenn:
Rauhe Sägeschnitte entgraten Sie am besten mit einer Feile. In die Plattenhohlräurne eingedrungene Sägespäne werden mit Druckluft ausgeblasen, oder mit einem Staubsauger entfernt.