Im Gegensatz zur klassischen Ausbildung, welche im Regelfall drei Jahre dauert, ist die Ausbildung zum Coach in einem oder mehreren Seminaren zu absolvieren. Die Dauer der Seminare ist vom Anbieter und vom zu erreichenden Abschluss abhängig. Berücksichtigen müssen Sie allerdings Ihre persönliche Präsenz in den Seminaren. Es ist möglich eine Ausbildung nebenberuflich zu tätigen, so können Sie das Tempo der Ausbildung selbst bestimmen. Die Ausbildung zum Coach wird als Weiterbildung angesehen.
Das Spektrum der Ausbildungsinhalte umfasst unter anderem Themen aus dem pädagogischen und erzieherischen Bereich. Ansonsten sind die Inhalte auch wieder abhängig vom Anbieter. Wird das Coaching als pädagogisch-therapeutische Intervention ausgeübt, so gehört es nicht zum Regelungsbereich des Psychotherapiegesetz (PsychThG), und unterliegt somit nicht der Erlaubnispflicht. Die Psychotherapie hingegen unterliegt der Erlaubnispflicht. Sie sollten sich also im Vorfeld erkundigen, ob die Ausbildungsinhalte einer Erlaubnispflicht unterliegen. Wenn dem so ist, kann es sein, dass Sie zusätzliche Seminare besuchen müssen, um als Coach arbeiten zu dürfen.
Der größte Vorteil zur Ausbildung zum Coach ist natürlich der, dass Sie die Ausbildung neben ihrem derzeitigem Beruf machen können. Daraus entsteht der nächste Vorteil, dass sich der Anbieter nicht in ihrer Nähe befinden muss. Denn sie nehmen an den für die Ausbildung notwendigen Seminaren am Wochenende oder in Ihrem Urlaub teil. Müssen Sie mehrere Seminare besuchen, so werden Ihnen vom Anbieter mehrere mögliche Seminartermine genannt. Somit kann von Ihnen auch das Tempo der Ausbildung selbst festgelegt werden.
Die Erfolge und Lernfortschritte können Sie direkt in Ihrem Arbeitsleben anwenden, oder aber, Sie können Ihre aktuelle berufliche Situation direkt mit Ihrem Coach in die Ausbildung aufnehmen.
In der Regel arbeiten Sie mit dem Lehrmaterial vom Ausbildungsanbieter, wobei sich die Form der Materialien wieder von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Viele Anbieter machen Ihnen die Unterlagen auch online verfügbar, so dass Sie zwischen den einzelnen Seminaren den vollen Zugriff zum Ausbildungsinhalt haben.
Es besteht die Möglichkeit die Ausbildung jederzeit abzubrechen.
Die Seminare sind teilweise von sehr kurzer Dauer, und darüber hinaus verhältnismäßig teuer. Sie sollten sich deshalb im Vorfeld einer Ausbildung eine Finanzkalkulation aufstellen, um festzustellen wie hoch der Preis für die von Ihnen angestrebte Ausbildung tatsächlich ist.
Die Ausbildung zum Coach erfordert sehr viel Eigeninitiative. Es sind nicht nur die Seminare welche zur Ausbildung gehören, sondern auch die Organisation und Arbeit an sich selbst.
Die Ausbildung zum Coach ist nicht als Erstausbildung gedacht, sondern zielt eher auf den Bereich der Weiterbildung. Sollten Sie dennoch eine Coaching Ausbildung als Erstausbildung anvisieren, so setzen Sie sich mit den verschiedenen Anbietern in Kontakt, um eine Beratung diesbezüglich zu erhalten.
Die Zulassungsvoraussetzungen zur Coaching Ausbildung variieren wieder sehr stark unter den Anbietern. Im Allgemeinen kann man sagen, dass eine abgeschlossene Hochschulausbildung oder eine Berufsausbildung welche mehrere Jahre ausgeübt wurde, ausreichend sind. Allerdings hängt auch dies wieder vom Ausbildungsanbieter ab.
Eine Berufsausbildung mit pädagogisch/ erzieherischem Hintergrund, oder im sozialen Bereich, bietet Vorteile für den Auszubildenden, ist aber keine Zulassungsvoraussetzung.
Auch in diesem Fall müssen Sie unter den Anbietern von Coaching Ausbildungen vergleichen.
Es gibt für die Ausbildung zum Coach keine allgemeine Anleitung. Der Ablauf hängt von Ihrem persönlichen Ziel, Ihrem bisherigen Kenntnisstand und dem Ausbildungsanbieter ab.