Die schönen Sandstrände sind eher im Norden des Cilento zu finden: Lange Dünenstrände vor Paestum und Agropoli. Flache Sandstrände, die für den Familienurlaub geeignet sind, findet man z.B. bei Acciaroli, Santa Maria di Castellabate, Marina di Ascea. Die Badeorten Pioppi und Acciaroli wurden in Italien ausgezeichnet.
Rauer und abwechselungsreicher ist der Cilento im Süden mit seinen Steilküsten und den Kiesstränden, am Capo Palinuro und östlich von Marina di Camerota. Dort sind auch viele der Grotten zu finden, die zum Tauchen, Schnorcheln und zu Erkundungstouren einladen. Die Grotta Azzurra von Palinuro, ist neben ihrer wunderschönen blauen Farbe besonders für ihre besondere Meeresfauna bekannt. In der Grotte „l'Arco Naturale" bei der Mündung des Flusses Mingardo wurden Spuren prähistorischer Besiedlung gefunden.
Das Wasser vor der Küste des Cilento ist ungewöhnlich sauber und klar. Es gibt viele Wassersportmöglichkeiten. Außerhalb der italienischen Sommerferien sind die Strände außerdem herrlich leer. Zusätzlich gibt es Reitanlagen und die Möglichkeit zum Gleitschirmfliegen.
Das sogenannte „alte Cilento" umfaßt zwei Berggruppen, mit den beiden Bergen Monte Stella (1131 m) und dem Monte Gelbison (1705m). Zu beiden Gipfeln führt eine schmale Straße. Von den Gipfeln hat man eine fantastische Sicht, die an guten Tagen bis Capri reicht.
Die Flora des geschützten „Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano" ist sehr vielfältig. Die Berge sind überzogen von riesigen Wäldern, alpinen Wiesen, Wilden Orchideen und vielen anderen wilden Pflanzen, bewässert von zahlreichen kristallklaren Flüssen. Nahe den Dörfern bestimmen die Olivenhaine das Bild, die den Bauern ihr Auskommen sichern.
Wer im Cilento zu Fuß oder per Rad Wanderungen unternehmen will, muss sich gut vorbereiten. Die Wege in den Hügeln und Bergen sind nicht beschildert. Fahrräder kann man ausleihen. Wer nicht auf eigene Faust unterwegs sein will, kann in Deutschland organisierte Wandertouren durch den „Nationalpark Cilento" buchen.
An der Küste des Cilento gibt es wegen der geringen Wassertiefe nur wenige, kleine Häfen. Viele der schönen alten Dörfer wurden früher zum Schutz vor Seeräuber-Überfällen in den Hügeln gebaut.
Kulturelles Angebot oder Unterhaltungsprogramm für Touristen gibt es wenig. In den Sommermonaten veranstaltet Ascea Konzerte und Theaterstücke. Vor allem kann man in den Dörfern aber authentisches italienisches Leben genießen, z.B. auf den Piazzas, den Wochenmärkten und bei den Festen der Dorfheiligen.
Das mittelalterliche Castellabate mit seinen romantischen Gassen und Winkeln wird als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt. Wer sich für Geschichte und Kultur des Cilento interessiert, sollte außerdem die antiken Ausgrabungsstätten Paestum und Velia besuchen, die ebenfalls auf der Liste des Weltkulturerbes stehen.
Die Küche des Cilento ist rustikal. Es werden viele lokale Produkte wie Fisch, Olivenöl, Tomaten, Maronen und Feigen verwendet. Außerdem wird ein einfacher Landwein in der Gegend angebaut und ausgeschenkt.
Der Cilento hat viele Sonnentage, doch die Berge sorgen selbst im Hochsommer durch lokale Winde am Morgen und Abend für Abkühlung. Nahe den Berggipfeln ist es feucht .
Es gibt vielfältige Möglichkeiten im Cilento zu wohnen: in Hotels, Villen, Privatzimmern oder auf Campingplätzen. Vereinzelt gibt es am Strand auch Clubs mit Rundum-Service und eigenem Unterhaltungsprogramm.