Das Rezept zur perfekten Cappuccino Zubereitung

Hier findet Ihr hilfreiche Informationen und Erfahrungen zum Thema Das Rezept zur perfekten Cappuccino Zubereitung.


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Anonymous: Danke Philipp :) schön geschriebener und ausführlicher Bericht. Objektiv und informativ.
Anonymous: deineee mudada
Willi: Pet in die Maschiene, start Knopf drücken, warten, in der zwischenzeit Milch aufschäumen, Milch rein fertig
Philipp: Der Bericht zur perfekten Cappuccino Zubereitung ist sicherlich gut gemeint und ich danke dem Autor für seine Gedanken und die ausführliche Anleitung. Natürlich steht es jedem frei, sein Kaffee-Milchschaumgetränk auf diese Weise zuzubereiten und es lecker zu finden. Wenn man jedoch schon im Titel den Anspruch der Perfektion vermittelt, dann ist man bestimmt auch offen für konstruktive Kritik und Beschreibungen, wie man es besser machen kann. Das Ergebnis der hier beschriebenen Vorgehensweise kann nämlich mit Sicherheit nicht als perfekt zubereiteter Cappuccino bezeichnet werden, sofern man den Anspruch hat, einen Cappuccino zuzubereiten, der dem italienischen Original möglichst nahe kommt. Es sind hier leider ein paar grundlegende Dinge fehlinterpretiert bzw. nicht verstanden worden. Dementsprechend enthält der Bericht einige (zum Teil gravierende) Fehler, und ich möchte mit den folgenden Anmerkungen zur allgemeinen Aufklärung beitragen: 1) Definition perfekter Cappuccino Ein Cappuccino besteht aus einem Espresso, der mit aufgeschäumter Milch aufgegossen wird. Der Milchschaum hat dabei eine homogene, feinporige, cremige und fließfähige Konsistenz ähnlich wie Sahne und wird in einem Zug unter die Crema gegossen, so dass sich Espresso und Milchschaum miteinander verbinden. Geübte Barista zeichnen beim Eingießen ganz beiäufig diverse Muster – die sog. "Latte Art". Leider unterliegen viele (selbsternannte) "Kaffeespezialisten" dem Irrtum, der Schaum müsse fest und mit dem Löffel formbar sein. Mit dieser auch als "Bauschaum" bezeichneten Masse ist es allerdings nicht möglich, beim Eingießen die gewünschte Verbindung zwischen Espresso und Milchschaum zu erreichen. Der Schaum fällt einfach auf den Espresso oder ist sogar so fest, dass er gelöffelt werden muss. Außerdem ist dieser Schaum nicht so bekömmlich, denn "Bauschaum" ist ein sicherer Indikator dafür, dass die Milch zu stark erhitzt wurde und Eiweiße denaturiert sind. Sie verkleben quasi und bilden daher den festeren Schaum. Die Milch sollte nicht über ca. 60°C erhitzt werden. Ich vermute ja eher, dass sie schon zu heiß ist, Wenn auf der Oberfläche bereits kleine Blasen oder "Augen" sichtbar werden. Das würde auch erklären, warum der Schaum des Autors so fest wird. 2) Milchaufschäumen Der beschriebene manuelle Aufschäumer kann zwar prinzipiell zum Schäumen verwendet werden, jedoch sind diese Konstruktionen sehr umständlich zu bedienen und ein perfekter Schaum ist damit oft nur schwer zu erzeugen – insbesondere für ungeübte Naturen. Das beste – und nach etwas Übung immer wieder reproduzierbare – Ergebnis lässt sich mit der Dampfdüse der Espressomaschine erzielen. Voraussetzung ist, dass man eine geeignete Ausstattung besitzt und die richtige Technik anwendet. Dann erhält man einen wunderbar cremigen, feinporigen und für Cappuccino bestens geeigneten Milchschaum, der sofort in die Tasse gegossen werden kann. An dieser Stelle sollte nun klar werden, dass man Punkt 7 des Autors am besten sofort wieder vergisst. Der Milchschaum wird kontinuierlich unter die Crema gegossen. Ein Cappuccino, der wirklich nur aus Espresso und purem Milchschaum besteht, ist ein Mythos und gehört meiner Meinung nach ins Reich der Märchen. Natürlich gibt man keine heiße Milch absichtlich hinzu, aber ein Teil des Schaums wird von ganz allein wieder flüssig, sobald er sich mit dem Espresso verbindet. Zum Schluss bleibt eine ca. 0,5–1,5 cm dicke Schaumschicht übrig. Für eine detaillierte Anleitung und Erklärung empfehle ich, mal den entsprechenden Artikel im Kaffeewiki (www.kaffeewiki.de) zu lesen. 3) Die richtige Milch Hier muss man einfach probieren. Entgegen des Vorschlags im Bericht habe ich die besten Erfahrungen mit Milch mit einem Fettgehalt ab 3,5% aufwärts gemacht. 4) Kaffeemaschine und -sorte Es würde an dieser Stelle zu weit gehen, eine Empfehlung für Maschinen und Kaffeesorten zu geben. Damit kann man ganze Internetforen füllen. Jeder muss für sich die Balance zwischen geschmacklichem Optimum, bequemer Bedienung und Kaufpreis finden. Der Autor des Leserberichts hat eine Siebträgermaschine im Einsatz. Gute Maschinen dieses Typs haben das größte Potenzial, einen erstklassigen Espresso zu brühen. Man kann leider bei der Zubereitung aber auch viel falsch machen. Das fängt beim Mahlgrad der Kaffeebohnen an und hört beim richtigen Anpressdruck des Tampers auf. Hier sollte alles perfekt aufeinander abgestimmt sein. Über Verzierungen mit Caramelcreme und ähnlichem kann man streiten. Ein Purist verzichtet auf diesen Schnick-Schnack. Über Starbucks und Co. habe ich sowieso meine eigene Meinung. Viele Italiener sind zum Beispiel überhaupt nicht damit einverstanden, dass Starbucks versucht, den italienischen Markt zu erobern, weil sie zu Recht ihre traditionelle Kaffeekultur bewahren wollen. Ich hoffe, mit diesem Kommentar zur Allgemeinbildung beigetragen zu haben und lade jeden Leser dazu ein, sich in den einschlägigen Internetforen weiter zu informieren und auch zu dem Aha-Erlebnis zu kommen, welches ich selbst hatte, nachdem mir mein erster "richtiger" Cappuccino gelungen ist.

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1) Milch für den Cappuccino aufsetzen

Ihr benötig zur Zubereitung einen dieser Milchschäumer, die aus einem Edelstahl-Gefäss bestehen, in dem man mit der Hand ein feines Sieb hoch und runter stampfen kann. Empfehlenswert ist auch für kleine Mengen die grössere Variante (etwa 0,5 Liter). Das Sieb nehmt Ihr raus bevor Ihr die Milch auf den Herd stellt. Ihr solltet etwas mehr Milch einfüllen als Ihr letztlich für den Cappuccino brauchen werdet. An Milch hat sich die 1,5% Variante der neuen, länger haltbaren Milch bewährt. Es gibt da erstaunliche Unterschiede und wenn der Cappuccino auf Dauer nichts wird, solltet Ihr eine andere Milchsorte probieren.

2) Espresso Maschine laden und anwärmen

Es geht auch mit den Espresso - Maschinen, die man auf den Herd setzt aber deutlich besser schmeckt es mit einer elektrischen Espresso-Maschine. Um den Espresso mit "Crema" also einer hellbraunen dünnen Schaumschicht oben drauf hinzubekommen zählen zwei Regeln: Erstens ein guter Espresso Cafe (ich hab gute Erfahrungen mit Lavazza Oro - in der goldenen Dose gemacht) und zweitens Druck. Um den (Gegen-)Druck zu bekommen, heisst es den Espresso mit einem Stampfer fest in das Sieb zu pressen.

3) Cappuccinpo-Milch vom Herd nehmen

Mittlerweile sollte die Milch heiss genug sein. Das klingt einfach aber die richtige Temperatur ist entscheidend. Der richtige Moment ist, wenn die Milch an der Oberfläche anfängt winzigkleine Blasen oder "Augen" zu bilden. Dann schnell runter vom Herd. Zu heiss gewordene Milch schäumt nicht mehr.

4) Milch für den Cappuccino schäumen

Jetzt kommt der anstrengende Teil. Der Milchschaum für den Cappuccino wird jetzt mit der Hand gestampft. Dazu bewegt Ihr das Sieb so, dass es sich nur in der unteren Hälfte des Gefässes bewegt. Also da wo die Milch ist. Nach etwa 50 mal hoch und runter, merkt man wie die Milch etwas zäher wird. Das reicht dann und Ihr nehmt das Sieb raus und lasst die Milch offen stehen. Sie hat in dieser Phase meist einen unschönen Schaum mit grossen Blasen aber das wird sich noch ändern. Wichtig ist, dass die geschäumte Milch 1-2 Minuten offen steht.

5) Espresso rauslassen

Die Wartezeit der Milch nutzt Ihr, um den Espresso aus der Espresso-Maschine zu lassen. Hoffentlich mit feiner Crema.

6) Cappuccino Schaum leicht rühren

Jetzt geht's den Milchblasen an den Kragen: Ihr nehmt einen grossen Löffel und verrührt die Milch ein wenig, so dass jetzt ein sehr gleichmässiger Schaumbrei entsteht. Nur ganz langsam und vorsichtig ein paar Mal rühren ohne den Schaum kaputt zu machen.

7) Cappuccino Schaum einfüllen

An der Stelle wird am Häufigsten ein Fehler gemacht. Statt die Milch einfach in die Cappuccino Tassen zu giessen, haltet ihr den Milchschäumer leicht schief und streicht mit dem grossen Löffel vorsichtig die oberen Schichten Schaum in die Tassen ab. Es bleibt dann der Bodensatz aus heisser Milch übrig. Nach Geschmack kann man dann davon noch ein wenig in den Cappuccino geben. Im Idealfall besteht er aber nur aus Espresso und heissem Schaum. Heisse Milch hat in einem Cappuccino eigentlich nichts verloren.

8) Finish

Als Geste der Anerkennung an Starbucks und Co. kann man den Cappuccino noch mit einem Schwung Caramel Creme verzieren. Sieht schön aus, schmeckt lecker.