Die heutige Brosche entstand aus der antiken Fibel und Agraffe. Das Brust- und Ansteckschmuckstück entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte in unterschiedlichen Varianten und wurde stets im Stil der jeweiligen Zeiten gestaltet. Unterscheiden kann man zwischen Bijouterie- und Juwelenbrosche. Bei der ersteren kann es sich auch um hochwertigen Modeschmuck handeln.
Französische Broschen aus der Zeit von Louis XIV bestehen aus Schleifen und Blumensträußen. Daraus entwickelte sich die Sévigné-Brosche. Die Anregung zu dieser Brosche gab die Marquise de Sévigné, Modedame und Schriftstellerin: Sie schlug den französischen Juwelieren vor, Schmuckschleifenbroschen mit Diamantenbesatz nach dem Vorbild von Stoffschleifen herzustellen. Im 18.Jahrhundert war die Brosche meist ein Teil einer Schmuckgarnitur, der sogenannten Parure. In späteren Jahrhunderten wurden Broschen mit Miniaturen wie Kameen und Gemmen oder auch Wedgwood-Porzellan verziert. Die Ornamentgestaltung der Brosche orientierte sich auch in nachfolgenden Epochen in Stil und Material am herrschenden Zeitgeist. So schmückte man sich während der Zeit der französischen Revolution bevorzugt mit kleinen Broschen aus vergoldetem Silber – in Form von Guillotinen.
Broschen sind heute ein fester Bestandteil jeder Schmuckkollektion gefragter Designer und Modeschmuck-Hersteller. Auch Juweliere, Gold- und Silberschmiede entwerfen Broschen. Je nach Trend und Preisklasse werden echte und Halbedelsteine, Perlen, Perlmutt, Emaille und viele anderen Materialien zu Broschen verarbeitet. So können sogar Federn, Leder, Plastik oder kleine, mit Knopfzellen betriebene Blinklichter eine Brosche zieren. Broschen gibt es auch heute in allen Formen und Spielarten. Beliebt sind Kombinationen von Altem und Neuen: So kann eine klare, sehr moderne Form mit Fundstücken wie alten Fliesensplittern kombiniert sehr außergewöhnlich wirken. Je nach Geschmack und Anlass können Sie zwischen klassisch-zeitlosen, nostalgischen und futuristischen Objekten wählen. In den vergangenen Jahren hat die Brosche geradezu eine Renaissance erlebt und ist wieder fester Programmbestandteil der Schmuckhersteller. Das ist kein Wunder, denn mit einer Brosche läßt sich jedes Outfit wirkungsvoll veredeln.
Von der simplen Tonbrosche, die im Ofen fertig gebacken wird, bis zu aufwändigen Perlenkonstruktionen: Mit etwas handwerklichem Geschick kreieren Sie Ihre eigenen Broschen. Die Materialien finden Sie in Bastel- und Perlengeschäften, die oft auch im Internet vertreten sind. Entsprechende Literatur führt Sie weiter. Der Fantasie sind in punkto Broschen keinerlei Grenzen gesetzt!