Broker sind Wertpapierhändler, die für ihre Kunden Effektengeschäfte an den nationalen und internationalen Börsen tätigen. Als Effekten werden alle handelbaren und vertretbaren Wertpapiere bezeichnet, die vor allem der Kapitalanlage sowie der Kapitalbeschaffung dienen und die am Kapitalmarkt gehandelt werden können. Sie arbeiten ausschließlich auf fremde Rechnung. Im Gegensatz zu Börsenmakler dürfen Broker auch für Privatkunden tätig werden.
Wenn Sie die Dienste eines Brokers in Anspruch nehmen möchte, haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten: Sie wenden sich entweder an Ihre Hausbank oder an eine andere Bank Ihres Vertrauen, die für Sie Wertpapiere ordern bzw. verkaufen können. Dies kann dann ausreichen, wenn Sie als Privatmann lediglich hin und wieder mit Wertpapieren spekulieren möchten. Sie können sich aber auch an eines der vielen Broker-Unternehmen wenden. Diese sind darauf spezialisiert, ausschließlich den Wertpapierhandel für Dritte zu tätigen. Diese sind es gewohnt, größere und risikoreiche Spekulationsgeschäfte für Ihre Kunden zu tätigen, was sich dann aber auch in der geforderten Brokerage niederschlagen kann.
Broker handeln für Sie mit allen an den deutschen Börsen notierten in- und ausländischen Wertpapieren. Diese sind Aktien, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe und sonstige Anleihen. Teilweise übernehmen die Broker auch den Handel an internationalen Börsen bzw. vermitteln diesen für Sie.
Broker handeln in der Regel nicht nur mit Aktien, Fonds, etc. Sie erstellen zudem für Ihre Kunden Analysen und Berichte um anschließend Zukunftsprognosen über bestimmte Unternehmen oder auch ganze Branchen abgeben zu können. Diese Prognosen sind fundamentär für die Entscheidung über den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Für die Inanspruchnahme der Tätigkeit eines Brokers berechnet dieser seinem Kunden ein Borkerage, eine Art Vermittlungsgebühr. Diese richtet nach der Höhe und der Art des vermittelnden Geschäftes. Es empfiehlt sich, mehrere Broker miteinander zu vergleichen, bevor Sie dessen Dienste in Anspruch nehmen möchten, nachdem Sie sich von deren Seriösität und Vertrauenswürdigkeit überzeugt haben.
Viele Broker geben ihren Kunden den Tipp, nie ausschließlich nur auf eine Anlage zu setzen, sondern das zur Verfügung stehende Geld auf mehrere Anlagenformen zu verteilen. Dies hat den Vorteil, dass die Risiken eines Investments gestreut und somit minimiert werden. Fällt der Kurs der einen Aktie kann dies durchaus zu einer Wertsteigerung eines anderes Investments führen. Der Verlust hält sich so in Grenzen. Wenn Sie dann nicht nur unterschiedliche Anlageformen nutzen sondern sich auch auf verschiedenen Wertpapiermärkten bewegen, können Sie ebenfalls das Risiko eines Einbruchs erheblich reduzieren.
Hier noch ein paar Expertentipps:
Aktien zählen auf langer Sicht gesehen immer noch zu den sichersten Anlageformen. Kurzfristig jedoch können sie durchaus gefährlich sein und zu schweren finanziellen Einbußen führen.
Die höchsten Gewinne können sie mit risikoreichen Investments erreichen. Sichere Investments dagegen verzeichnen in der Regel weniger Zuwachs.
Steigen die Zinssätze, so sinken die Kurse für Anleihen gegengleich an. Das gleiche gilt auch umgekehrt.
Experten raten zu Investitionen in Index Fonds, da die Erträge hieraus die von Investmentfonds mit auswechselbarem Portfolio übersteigen können.