Die Einsatzmöglichkeiten von Außenbordern sind nahezu unbegrenzt. Als Ausrüstungsgegenstand der Sport- und Berufsschifffahrt eignet er sich als Hilfsmotor für Segel- und Motorboote als Antrieb für kleinere Boote oder gar als Rennmaschine auf Rettungsbooten, Arbeits- und Fischerbooten.
Außenbordmotoren gibt es in drei verschiedenen Varianten. Zum einen als Benzinmotor, in den Versionen 2-Takter und 4-Takter oder als Elektromotor. Die strengen Bestimmungen und Umweltauflagen haben die modernen Außenborder zu technisch ausgereiften Antriebsmotoren werden lassen, die sich durch geringen Kraftstoffverbrauch, digitale Zündungen, Direkteinspritzungen und eine saubere Verbrennung auszeichnen.
Die modernen 2-Takter-Motoren haben mit den Motoren der 80er Jahre kaum mehr etwas gemeinsam. Sie besitzen eine ausgeglichene Laufruhe, sind umweltfreundlich und in der Wartung wesentlich einfacher geworden. Durch den Einsatz moderner Technologie kann hier auf den Einsatz der Nockenwelle, Ausgleichswellen und Vielventiltechnik verzichtet werden. Wo früher ein Kraftstoff-Ölgemisch im Motor angesaugt und verbrannt wurde, wird heute ein reines Benzin-Luftgemisch eingespritzt. Dies hat den Vorteil, dass der Kraftstoffverbrauch wesentlich verringert wurde.
2-Takt-Außenborder sind bereits ab 2,5 PS bzw. 1,85 kW im Handel erhältlich. Mit einem Gewicht von ca. 13 Kilogramm ist diese Leichtversion für kleinere Boote durchaus interessant. Die leistungsstärkeren 140 PS bzw. 104 kW größeren Modelle mit einem Gewicht von ca. 150 kg sind dagegen für größere Boote eher geeignet. Je nach Modell verwenden die Hersteller 1 bis 4 Zylinder.
Ein 2-Takt-Außenborder ist bereits ab 500,00 Euro im Handel zu erstehen, wobei den Preisen nach oben kaum Grenzen gesetzt sind.
Die 4-Takter-Außenborder können wahre Kraftmaschinen darstellen. Zwar gibt es diese Außenborder-Variante auch bereits ab einer Leistung von 4 PS bzw. 2,9 kW, doch die Obergrenze liegt bereits bei 225 PS. Das Gewicht dieser Kraftpakete ist dann selbstverständlich dementsprechend hoch und liegt bei 280 Kg, also für kleinere Angelboote denkbar ungeeignet.
Beim Einsatz für die Küstenfischerei in Ost- oder Nordsee, auf großen Binnenseen oder in Kanälen genügen in der Regel 4-Takt-Motoren mit einer Leistungsstärke um die 50 PS. Die Modelle variieren zwischen 1 bis 4 Zylinder-Motoren.
4-Takt-Motoren gibt es bereits ab 850,00 Euro. Die größeren Modelle können im Preisgefüge Größenordnungen von bis zu 20.000,00 Euro erlangen.
Der Einsatz von moderner Magnettechnik und etlicher technischer Neuerungen hat den Elektroaußenborder zu einer interessanten preisgünstigeren Alternative werden lassen. Leistungsstarke und effiziente Batterien lassen einen zeitlich längeren Gebrauch zu. Elektromotoren sind besonders für Bootsführer ohne Bootsführerschein interessant, da diese aufgrund ihres leichten Gewichtes gut bei Schlauchbooten bzw. kleineren Booten bis zu vier Metern eingesetzt werden können. Es gibt die Elektromotoren meist in zwei Varianten, einmal mit einer Geschwindigkeits-Stufenregulierung oder einer stufenlosen Vor- bzw. Rückwärts-Geschwindigkeitsregelung.
Bei der Geschwindigkeits-Stufenregulierung sind die verschiedenen Geschwindigkeiten fest vorgegeben und können dementsprechend nicht hundertprozentig den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Diese Motoren sind besonders für Zielfahrten geeignet.
Bei der stufenlosen Vor- bzw. Rückwärts-Geschwindigkeitsregelung ist die Geschwindigkeit individuell einstellbar, also besonders für Schleppangler bestens geeignet, da Sie hier den Antrieb auf den benutzten Köder anpassen können.
2- und 4-Takt-Motoren eignen sich in der Regel am besten für größere Boote. Elektromotoren hingegen sind besonders gut für Angler geeignet, da sich diese geräuscharm durch das Wasser bewegen. Sie haben des weiteren den Vorteil, dass Sie fast überall eingesetzt werden dürfen, da in einigen Gewässern der Einsatz von Benzinmotoren verboten ist.