Banken und private Makler bieten eine Vielzahl von Auslandsimmobilien - schlüsselfertig oder aus zweiter Hand. Idealerweise ist der Vermittler der Auslandsimmobilie ein deutschsprachiger Unternehmer, kennt sich mit den Gegebenheiten im ausgesuchten Land bestens aus und hat die notwendigen Kontakte. Auch wenn Sie die Auslandsimmobilie wenigstens einmal besichtigen sollten, vermeiden Sie so unnötige Reisen und müssen sich nicht in rechtliche Grundlagen einarbeiten. Im Ausland erwerben dürfen Sie unbebaute Grundstücke und Grundstücke im Zustand der Bebauung (Baubeginn bzw. Bauabschluss muss absehbar sein) sowie bebaute Grundstücke, innerhalb der EU auch ohne weiteres Baurechte, Mit- und Wohnungseigentum. Mit Abschluss des Kaufvertrags werden diverse Gebühren fällig, nach dem Kauf der Auslandsimmobilie die fixen Kosten wie Grundsteuer, Strom und Wasser. Genaue rechtliche Bestimmungen kennt Ihr Makler oder ein Sachbuch „Immobilienrecht“.
Auslandsimmobilien werden als Wertanlage vor allem wegen steuerlicher Vorteile bei der Einkommens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer und geringer Risiken geschätzt.
Mehrere Investmentformen für Auslandsimmobilien stehen zur Auswahl:
Der Immobilien-Direktkauf bei Auslandsimmobilien ist vor allem für Anleger geeignet, die monatlich mindestens 2000 Euro netto verdienen und möglichst weitere Anlagen vorweisen können. Viele Banken gewähren erst dann eine Finanzierung. Steuervergünstigte Einnahmen erzielen Sie aus Vermietung und Verpachtung der Auslandsimmobilie. Der Aussicht auf spätere Eigennutzung stehen beim Direktinvestment spezifische Nachteile gegenüber: Ihr Kapital ist langfristig und unflexibel mit der Auslandsimmobilie gebunden, außerdem übernehmen Sie aktive Pflichten für Verwaltung und Betreuung der Auslandsimmobilie. Auch die Lage der Auslandsimmobilie bzw. der dort geltende Mietspiegel ist relevant.
Offene und geschlossene Immobilienfonds bieten auch Kleinanlegern die Möglichkeit, ihr Kapital langfristig und ertragreich arbeiten zu lassen. Offene Fonds werden von Kreditinstituten, geschlossene Fonds von Personen- und Kapitalgesellschaften zur stillen Teilhaberschaft angeboten. Investiert wird in renditestarke Auslands-Immobilien mit möglichst ausgewogenem Nutzungs- und Mieter-Mix. Der Investor erhält Anteilscheine für Renditezahlungen, erwirbt aber keinen Anspruch an den Vermögenswerten einer Kapitalanlagegesellschaft.
Bevor Sie investieren, sollten Sie sich ausreichend informieren lassen, denn Sie investieren langfristig, können Ihre Fondanteile nicht zurückgeben oder an der Börse verkaufen und tragen zwar keine direkte Verantwortung für die Immobilie, dafür ein unternehmerisches Risiko. Dafür genießen Sie steuerliche Vorteile für Ihre Erträge sowie ein geringes Anlagerisiko. Risikofreudigere Anleger steigen in amerikanische Reit`s ein, da sie einen schnelleren Ausstieg ermöglichen.
Ihr Anlageberater muss Ihnen bei Kaufinteresse kostenlos die Fondsbestimmungen aushändigen mit allen Bestimmungen zu Immobilienschätzungen, Haftungen, Anteilsscheinen, Gewinnermittlung und -verwendung. Seriöse Grundlage ist das ImmobilienInvestmentfondsgesetz (InvFG).
Dennoch sollten Sie Lage und Zustand der Immobilien wenigstens einmal vor Ort überprüfen und Anbieter bevorzugen, die mindestens 10, besser 20 Jahre Erfahrung vorweisen können, auch im kurzfristigen Bereich zu den Testsiegern zählen und sich auf Immobilien in der EU und Nordamerika konzentrieren.