Eine Audiokonferenz kann über das Internet mit einer bestimmten Software durchgeführt werden oder mit einem Gateway (Unter einem Gateway versteht man die Hard- und Software, um verschiedene Netze miteinander zu verbinden oder an andere Netze durch Protokollumsetzung anzuschließen) mit normalem Telefon und PC (PC zu Telefon) bzw. mit Unterstützung durch eine Telefonanlage oder einem Serviceprovider auch mit normalem Telefon. Für eine Telefonkonferenz kann eine spezielle Anlage z.B. MCU (Mikrocontroller sind leistungsfähige programmierbare Recheneinheiten mit Mikroprozessor, Festwert- und Arbeitsspeicher) genutzt werden. Technik: PC zu PC, PC zu Telefon, Telefon zu Telefon, Polycom, MCU, Netmeeting usw. Eine Audiokonferenz zeichnet sich durch zusätzliche Funktionen aus, die über die einer einfachen Dreierkonferenz hinausgehen. Bei einer Dreierkonferenz in digitalen Fest- und Mobilfunknetzen wie ISDN oder GSM können nur drei Gesprächspartner gleichzeitig miteinander telefonieren, und zwar jeder mit jedem.
Das Audiokonferenzsystem arbeitet im Gegensatz zu herkömmlichen Fernsprechsystemen, deren Halbduplexfähigkeit dazu führt, dass ein Teilnehmer jeweils ausgeblendet ist (Gegensprechprinzip), mit einem modernen Vollduplexverfahren, ohne Ausblendungen und Verzerrungen. Vollduplexverfahren ermöglichen also die gleichzeitige Übertragung in Empfangs- und Senderichtung, wobei beim "Halbduplexverfahren" immer nur in eine Richtung gleichzeitig übertragen werden kann. Die Wiedergabe beim Vollduplexverfahren vermittelt durch eine exzellente Tonqualität und eine raumfüllende Klangwiedergabe, die durch spezielle Mikrofone, Audioaussetzer, gedämpfte Klänge oder Echos vermeidet, das Gefühl, dass man sich mit den Gesprächspartnern in einem Raum befindet.
Die Angebotspalette der Fachanbieter reicht von einfachen Büros bis hin zu großen Konferenzräumen und Auditorien. Kontaktadressen und unterschiedlichste Systeme für alle Anforderungen finden Sie im Internet. Tipp: Bei großen Räumen werden z.B. Systeme angeboten, bei denen bis zu sieben Mikrofone gleichzeitig eingesetzt werden. Eine integrierte Zifferntastatur bietet bei den größeren Audio- bzw. Telefonkonferenz-Systemen (auch über Fernbedienung) einen vereinfachten Betrieb, da Gespräche nicht an eine Nebenstelle weitergeleitet oder von dort durchgestellt werden müssen. Der Wählblock bei bestimmten Systemen enthält z.B. auch noch zusätzliche Funktionstasten, wie eine Stummschaltungstaste, mit der vertrauliche Nebengespräche möglich sind, und eine Rückruftaste, über die auf Fernsprechsystemfunktionen, wie Durchstellung oder Konferenz zugegriffen werden kann. Die Bedienung der Systeme ist so einfach wie die Verwendung eines Telefons. Eine Schulung der Mitarbeiter ist daher kaum nötig. Die Instalation beschränkt sich meist darauf einen Stecker in die Netzsteckdose zu stecken und den Zweiten in die Telefonsteckdose und schon kann man wählen und die Konferenz beginnen.