Für die Berberstämme aus dem Südwesten Marokkos ist Arganöl „das flüssige Gold Marokkos". Es enthält über 80% ungesättigte Fettsäuren, Antioxydanzien (Radikalfänger). Es ist ungewöhnlich reich an Tokopherolen (620 mg/kg gegen 320 mg/kg in Olivenöl), die Vitamin E-Aktivität besitzen (Alpha-Tokopherol) und an seltene Sterole (Schottenol und Spinasterol). Weiterhin enthält es Querzetine und Myrizentine. Besondere Bedeutung haben für internationale Wissenschaftler die im Arganöl enthaltenen Sterole, wie Schottenöl und auch Spinasteröl. Diese natürlichen Substanzen sind herausragende Radikalfänger zur Unterstützung des Immunsystems. Arganöl wird daher besonders als Gourmet-Öl, Nahrungsergänzung (Vitamin E- Quelle), natürliche Hautpflege und „Anti -Agin" Produkt geschätzt.
Arganöl ist ein Gourmet-Speiseöl für die anspruchsvolle Gastronomie. Es zeichnet sich durch einen einmaligen Geschmack aus und einen sehr hohen Flammpunkt. Genutzt von bekannten Star-und Sterneköchen steht es auf der gleichen Stufe wie Kaviar und Trüffel. Sein typisches fein nussiges Aroma harmoniert perfekt zu allen Salaten und Teigwaren, veredelt Fleischgerichte, Fisch und Schalentiere .Sie benötigen stets nur wenige Tropfen. Im Heimatland Marokko wird es morgens zu frisch gebackenem Brot gegessen und traditionellerweise zu frischem Fisch vom Grill in einem Beilagensalat gereicht. Wer einen nussigen, exotischen Geschmack bevorzugt, sollte für die Speisenzubereitung das Arganöl aus gerösteten Samen verwenden. Wer einen eher zurückhaltend, neutralen Geschmack vorzieht, sollte lieber zum kaltgepressten Arganöl greifen. Profi-Köche empfehlen, das Öl erst gegen Ende der Koch- oder Bratzeit tropfenweise zuzugeben. Dadurch kann es sein Aroma besser entfalten und behält seine wertvollen Inhaltsstoffe.
Glaubt man der Wissenschaft und der Kosmetikindustrie, dann ist Arganöl ein Garant für Zellverjüngung. Ein Beweis, Marokkanische Berber haben bis ins hohe Alter eine beneidenswert gesunde und straffe Haut. Die im Arganöl enthaltenen Phytoöstrogene binden freie Radikale und beugen so angeblich einer schnellen Hautalterung vor. Zur Pflege der Haut und als Massageöl werden kalt gepresste Öle verwendet. Zur Gesichts und Körperpflege gibt es zum traditionellen Arganöl mit Duftöl gemischtes Arganöl, z.B. mit Aprikosen oder Eukalyptusöl bei Fachanbietern im Sortiment. Studien zeigten auch bei Neurodermitispatienten Erfolge, Rötungen und Juckreiz verschwanden nach einer regelmäßigen Anwendung von Arganöl fast vollständig.
Bei den Berbern Marokkos wird Arganöl traditionell auch für medizinische Zwecke eingesetzt: wie z.B. zur Behandlung von Magen- und Darmproblemen, bei Herz- und Kreislaufschwierigkeiten, Windpocken, Rheuma, bei Sonnenbrand, zur Desinfektion von Wunden, Gelenkschmerzen und Akne. Die traditionelle Medizin kennt die Anwendung von Arganöl bei Akne, Windpocken, Neurodermitis, Rheuma, Gelenkschmerzen und Hämorrhoiden.