Andalusien im Südosten Spaniens hat von jeher eine unwiderstehliche Anziehung auf den Reisenden ausgeübt. Afrika und Europa begegnen sich in diesem Land voller Gegensätze: Geschichte, Kunst und Natur. Diese drei Wörter drücken wohl am besten das Wesen einer der schönsten und wärmsten Regionen Europas aus. Die "Route durch das Kalifat" und die "Silberstraße" - von Córdoba nach Granada erleben wir den Zauber des glanzvollen Reiches von al-Andalus.
Herbst, Winter und Frühjahr
In traditionellen Tapasbars stärkt man sich für die Kultur-Tour: Málaga, Cádiz oder Sevilla, die Heimat des Flamencos, warten nur darauf, entdeckt zu werden. Die Mosche von Còrdoba, die Alhambra in Granada oder die Kathedrale von Sevilla ziehen die Besucher in ihren Bann. Weiße Dörfer, Olivenhaine und die Kunst der Mauren faszinieren den Reisenden ebenso wie eine uralte Kulturlandschaft. Die "Ruta de la Plata", die Silberstraße, ist eine der ältesten Pilger- und Wanderrouten des Mittelalters. Mächtige Klöster, verträumte Städtchen und eine vielseitige Landschaft belohnen den Reisenden, der auch das unbekannte Spanien entdecken möchte.
Zwei Feste locken die Menschen im Mai in die andalusische Stadt Córdoba. Ende April bis Anfang Mai sind es die "Cruces de Mayo", die Maikreuze, die in ganz Spanien, aber ganz besonders in den Städten und Ortschaften Andalusiens gefeiert werden. Kurz danach bietet das Festival der Patios einen Grund mehr, um die alte Kalifenstadt zu besuchen. Bei beiden Festen spielen Blumen die Hauptrolle und natürlich andalusische Gitarren- und Flamencomusik. Die Semara Santa, mit historischen Umzügen am Palmsonntag, Karfreitag und ihren Feierlichkeiten in der Kathedrale in Sevilla, ist eines der schönsten Feste Spaniens.
Am Fuße der "Sierra de Gata" - ca. 40 Kilometer östlich von Almeria an der spanischen Mittelmeerküste liegt San Jose. Hier finden Sie paar stille Kilometer Strand. Zwar auch schon entdeckt, aber abgelegen genug und mit wenig kleinen Hotels, so dass hier noch für einige Zeit nichts außer weitem Strand, Ruhe, Wasser und Sonne sein wird.
Córdoba: Mezquita, eine ehemalige Moschee und heutige Kathedrale, gilt als eine der größten Moscheen der Welt und ist das bedeutendste Werk maurischer Baukunst in Spanien.
Die Brücke über den Guadalquivir-Fluß, stammt noch aus römischer Zeit.
Ronda: Die auf einem Felsen gelegene Altstadt ist durch eine 100m tiefe Schlucht vom Rest der Stadt getrennt. Das Wahrzeichen der andalusischen Stadt Ronda ist die Brücke Puente Nuevo, die die imposante Schlucht des Río Guadalevin überspannt Maurisch sind die Ruinen eines Badehauses und das "Casa Mondragón", ein hübscher kleiner Palast.
Granada: Granada ist wegen seines reichen Kulturschatzes zum Nationalmonument erklärt worden. Der absolute Höhepunkt Granadas ist die Alhambra, eine maurische Palastanlage vor der schneebedeckten Sierra Nevada. Wie aus einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht. In der Hochsaison sollte man früh aufstehen, um sich die Eintrittskarten zu besorgen. Diese sind nur innerhalb einer auf den Karten aufgedruckten Zeit gültig. Bei besonders großem Andrang kann es auch passieren, dass man nur Eintrittskarten für den nächsten Tag bekommt.
Sevilla: die Hauptstadt Andalusiens und gleichzeitig auch viertgrößte Stadt Spaniens mit 700.000 Einwohnern. Sie gilt als eine der schönsten Städte Spaniens. Die von den Phöniziern v. Chr. gegründete Stadt war einst das Tor nach Amerika. Bedeutend ist die Kathedrale "Santa Maria de la Sede" in deren Inneren sich das Grab von Christoph Columbus befinden soll. Sevilla besitzt wichtige Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler, wie u.a. den Alcázar (Palast) Peters des Grausamen. Andalusien und vor allem Sevilla sind Hochburgen des Flamenco und des Stierkampfes.
Ein schöner Platz zum Entspannen ist der "Parque de María Luisa".
Die Costa del Sol rund um Málaga ist mit Orten wie Marbella, Torremolinos, Calahonda, Torre del Mar und Estepona eines der bedeutendsten Touristengebiete Spaniens. Besonders interessant sind hier die Stadt Ronda, die am Rande einer steilen Felsschlucht liegt, Almería mit ihrem reichen arabischen Erbe und der schönen Küste sowie die gegenüber der andalusischen Küste gelegene nordafrikanische Küste mit Ceuta und Melilla. Sehr interessant ist von hier aus auch ein Besuch des Nationalparks Doñana.
Es gibt spezialisierte Reiseveranstalter, die Rundreisen auch online anbieten. Hier sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf meist 7-Tages-Touren zusammengestellt. Individualreisende mit etwas Zeit nehmen ein Flugzeug nach Madrid oder Málaga und von dort aus weiter mit dem Bus, Zug oder einem Leihwagen. Nach Malaga kommt man mit günstigen Ferienfliegern. Oder per Linienflug nach Madrid. Vom dortigen Flughafen kommt man bequem mit der U-Bahn zum südlichen Busbahnhof (Estación Sur de Autobuses / Metro: Méndez Alvaro). Von hier fahren stündlich Busse nach Sevilla, Córdoba und Granada. Die Fahrzeit beträgt dann noch einmal etwa 5-6 Stunden. Wer es ganz eilig hat, kann auch den schnellen, aber teuren AVE (eine Art spanischer ICE) nach Córdoba oder Sevilla nehmen (ca. 2 Stunden Fahrzeit).
Für Analog-fotografierende ist es günstiger vom Heimatland ausreichend Filme mitzunehmen. Ein Kompaß ist hilfreich - selbst Leute, die sich eines hervorragenden Orientierungssinnes rühmen, werden sich in den verwinkelten Altstadtgassen der andalusischen Städte schnell verlaufen