Überwiegend werden Einmalnadeln in der Akupunktur verwandt. Die wiederverwendbaren Modelle, die nach dem Gebrauch gründlich sterilisiert werden müssen, sind wegen ihrer Infektionsrisiken (Hepatitis B, AIDS und andere Erkrankungen) und den zusätzlichen Kosten für die Sterilisierung kaum noch bei Fachanbietern zu finden. Grundsätzlich müssen Akupunkturnadeln der GMP (Good Manufacturing Practice)-Norm der Word Health Organisation entsprechen und TÜV-geprüft sein. Man unterscheidet bei den Nadelköpern zwischen "chinesische" und "japanische" Akupunkturnadeln. Die chinesische Akupunkturnadel ist etwas dicker und verjüngt sich zur Spitze hin, die japanische Akupunkturnadel ist etwas feiner, ihr Durchmesser vom Griff bis zur Spitze ist gleich. Früher wurden Akupunkturnadeln ausschließlich aus Gold oder Silber hergestellt, heute werden Nadeln aus rostfreiem Edelstahl (verminderten, Nickelanteil, verhindert allergische Reaktionen) oder z.B. Nadeln mit Silikon-, Kunststoff- o. Ä. Beschichtungen (diese Beschichtungen sollen vorrangig dazu dienen, dass sich die Nadeln ggf. einfacher stechen lassen), bevorzugt. Der Nadelgriff ist aus Metall oder Kunststoff. Gängigen Stärken/Längen: 0,20 x 13 mm, 0,25 x 25 mm, 0,30 x 25 mm, 0,30 x 40 mm, 0,40 x 40 mm und 0,40 x 50 mm. Darüber hinaus gibt es neben den Standardnadeln, Akupunkturnadeln mit so genannten Führungsröhrchen bzw. mit Führungsrohr. Führungsröhrchen sind Stechhilfen für den Akupunkturtherapeuten. Das Führungsröhrchen wird direkt auf die Haut aufgesetzt, der Griff der Akupunkturnadel steht am oberen Ende des Röhrchens etwas heraus (das Röhrchen ist kürzer als die Akupunkturnadel). Die Akupunkturnadeln wird dann, ganz präzise durch ein leichtes „tippen" von oben durch das Führungsröhrchen "geschient" in den Akupunkturpunkt gestochen. Verwandt werden solche Akupunkturnadeln mit Führungsröhrchen bei extrem dünnen Nadeln oder bei schwierig zu stechenden Akupunkturpunkten.
Bei Dauernadeln handelt es sich um kleine Stahlnadel die eingestochen, ca. 2 Wochen im Körper verweilen, sie können mit einem Pflaster fixiert werden. Dauernadeln kommen häufig bei der Ohrakupunktur zum Einsatz. Die Dauernadeln haben eine Größe etwa eines Stecknadelkopfes und ragen ca.1 mm über die Hautoberfläche heraus. Sie fallen am Ohr nicht sehr auf und stören auch nicht im Alltag. Angewandt werden sie bei Heuschnupfen, zur Raucherentwöhnung und zur Unterstützung bei Diäten zur Gewichtsreduktion.